Elon Musk, Tesla

Tesla-Chef Elon Musk setzt in Bezug auf die Fahrsicherheit große Erwartungen in selbstfahrende Autos. Bild: Dan Taylor / Heisenberg Media

Das Ergebnis werde ein Fahrzeug sein, das das Sicherheitsrisiko für die Insassen und die anderen Verkehrsteilnehmer deutlich reduziert.

Die selbstfahrenden Autos würden zehn Mal sicherer sein, als wenn eine reale Person am Steuer sitzt, sagte Musk im Interview mit dem Wall Street Journal. Wenn die Technologie einmal verfügbar sei, werde es jedoch darüber hinaus wohl noch mehrere Jahre dauern, um die regulatorischen Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Der Tesla-Konzern aus dem kalifornischen Palo Alto arbeite an seiner eigenen Selbstfahr-Technologie für seine elektrischen Fahrzeuge und berate sich dahingehend auch mit seinen Zulieferern. Musk sagte, er erwarte, dass es in den kommenden Jahren mehr Anbieter von Komponenten für die Selbstfahr-Technologie geben wird.

Die größte technologische Hürde ist laut Musk, einem Computer beizubringen, schnell Objekte zu erkennen. Die Schwierigkeit sei für den Computer nämlich, ein Objekt richtig zu erkennen, wenn eine Kamera oder ein Radar nur einen Teil davon erfassen kann, um daraus dann die richtigen Konsequenzen für das Auto abzuleiten. “Es kann einem Angst machen: Was wird nur aus uns Menschen?”, scherzte Musk.

Finanziell sei Tesla gut aufgestellt. Das Unternehmen erwarte, ab dem dritten Quartal 2015 einen soliden freien Cashflow zu erzielen. Es könne den Bau seiner geplanten Batteriefabrik ohne zusätzliche Fremdmittel finanzieren. Tesla hatte sich über eine Wandelanleihe dieses Jahr 2,3 Milliarden US-Dollar gesichert.

Tesla plant den Bau einer sogenannten “Gigafactory”, in der hochentwickelte Batterien gefertigt werden sollen. Die Fabrik, die der Konzern gemeinsam mit dem japanischen Partner Panasonic im US-Bundesstaat Nevada errichtet, könnte bis zu 5 Milliarden US-Dollar kosten.

Der Cashflow soll nächstes Jahr vor allem durch den neuen Tesla-SUV Model X angekurbelt werden, der ab Anfang des Jahres zu haben sein wird. Musk hatte dem Sender Fox Business gesagt, dass er von dem neuen Modell 2015 einen Absatz von 15.000 Stück erwartet, “wenn es besonders gut läuft” auch 20.000 Stück.

Für das derzeitige Model S sei die Nachfrage kein Problem. “Wir haben eine Warteliste, aber nicht absichtlich”. Bevor die Verkäufe weiter steigen könnten, müsse das Unternehmen mehr Service-Zentren aufbauen.

Über das Model X und der geplanten günstigeren Limousine mit dem Namen Model 3 hinaus arbeitet Tesla derzeit an keinen weiteren Fahrzeugen. Musk sagte aber, dass das Unternehmen “bedeutende” Produkt-Neuigkeiten in Arbeit habe.

Auf die Frage, wie sich die globale Autoindustrie bei der Entwicklung eines Marktes für Elektroautos anstellt, sagte er: “Wir hängen hinterher”. “Die großen Autokonzerne sind deutlich langsamer als ich dachte”, so Musk.

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Mike Ramsey, Dow Jones Newswires/ks