Tesla Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk hält trotz erneut hohem Verlust im zeiten Quartal an Jahresziel fest. Bild: Tesla

| von Roswitha Maier

Mit schwarzen Zahlen von Tesla hatten ohnehin nur große Optimisten gerechnet, aber so viel Verlust kommt dann doch überraschend. Anleger zeigen wenig Verständnis und schicken die Aktie auf Talfahrt. Dabei hält Firmenchef Elon Musk an seinem ehrgeizigen Jahresziel fest.

 Hohe Kosten für Produktion und Auslieferung des Hoffnungsträgers Model 3 haben den US-Elektroautobauer Tesla im zweiten Quartal überraschend tief in die roten Zahlen gebracht. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum wurde der auf die Aktionäre entfallende Verlust zwar von 717,5 Millionen auf 408,3 Millionen Dollar (366,5 Mio Euro) verringert, wie die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Doch damit wurden die Erwartungen der Wall-Street-Analysten trotzdem weit verfehlt. Bei Anlegern kam der Geschäftsbericht überhaupt nicht gut an: Die Aktie stürzte nachbörslich um mehr als zehn Prozent ab. Tesla hatte die Börse zwar auf rote Zahlen eingestellt, doch mit so viel Verlust war nicht gerechnet worden. Auch der Umsatz konnte die Prognosen der Analysten nicht erfüllen - trotz eines starken Anstiegs um fast 60 Prozent im Jahresvergleich auf 6,4 Milliarden Dollar. Das Unternehmen kurbelt sein Geschäft mit dem ersten günstigeren E-Auto Model 3 seit einiger Zeit massiv an, was jedoch viel Geld kostet.

Das Auslieferungsziel von 360 000 bis 400 000 Fahrzeugen im Gesamtjahr 2019 bestätigte Tesla, obwohl dies trotz eines Rekordwerts im zweiten Quartal sehr ambitioniert erscheint. «Wir arbeiten daran, unsere Auslieferungen zu erhöhen», schrieb Firmenchef Musk in einem Brief an die Aktionäre. In den ersten sechs Monaten hat Tesla lediglich knapp 160 000 Fahrzeuge an die Kundschaft gebracht, vor allem zu Jahresbeginn gab es große logistische Schwierigkeiten.