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Hat es nun wohl doch nicht mehr so eilig mit dem Werk in China: Tesla-Chef Elon Musk. Bild: Tesla

Im Januar hatte Tesla-Chef Elon Musk angekündigt, dass man einen Partner in China zum Aufbau einer lokalen Autofabrik suche und einen Abschluss dieser  Suche bis Mitte 2016 angekündigt. So eilig scheint es der Elektroauto-Pionier nun nicht mehr zu haben. So berichtet die Beijing Times, Tesla werde die Pläne vorerst nicht weiter voran treiben, da man keinen geeigneten Partner für das in China geforderte Joint Venture gefunden habe. Zu dem Bericht passend hatte der Chief Technical Officer des Elektroautobauers, JB Straubel, vor einigen Tagen bei einer Veranstaltung in Leipzig gesagt, dass ein eigenes Werk in China erst dann Sinn mache, wenn man bei den Stückzahlen eine „kritische Masse“ erreicht habe.

Die wiederum dürfte erreicht werden, wenn Tesla 2018/2019 den Verkauf für sein kürzlich vorgestelltes Kompaktauto Model 3 an den Markt bringt. Das Interesse aus China soll riesig sein. Unter den knapp 400.000 Vorbestellungen soll -  auf Regionen bezogen - China auf Platz zwei liegen. Wie viele Chinesen die 1.000 US-Dollar Vorbestellungsgebühr hinterlegt haben, ist aber nicht bekannt. Zu der These, dass Tesla seine China-Produktion mit dem Model 3 starten könnte,  passen Äußerungen von Tesla-Manager John McNeill.

Dass die Werks-Pläne offenbar nicht mehr allerhöchste Priorität haben, könnte aber auch noch andere Gründe haben. So wird darüber spekuliert, dass Musk abwarten wolle, ob und wie der geltende Joint-Venture-Zwang in China gelockert oder gar abgeschafft wird.