Tesla Rudat Interview

Jochen Rudat: "In Deutschland sind die anspruchsvollsten Kunden zuhause und die erfolgreichsten Premium-Hersteller." - Bild: Tesla

Als “strategisch falsch” bezeichnet es der für den deutschen Markt zuständige Tesla-Manager Jochen Rudat, Elektroautos als Kleinwagen auszulegen.

Im Interview mit der AUTOMOBIL PRODUKTION bezeichnete es Rudat, der außer für Deutschland auch für die Märkte in der Schweiz, Österreich, Italien und Frankreich zuständig, als große Chance für Tesla, dass die großen OEM bei der praktischen Umsetzung der E-Mobilität hauptsächlich auf die Kurzstreckennutzung und die Entwicklung von Plug-in Hybriden setzen.

Um mit dem E-Auto erfolgreich zu sein, brauche es ein Auto, das “keinen Kompromiss” darstelle. Derzeit, so Rufat, proftiere Tesla davon, dass die großen Hersteller den Trend zur E-Mobilität noch “verschlafen” oder zu wenig konsequent angehen. Diese Zeit müsse man nutzen, um mit einem guten Produkt eine starke Position zu besetzen.

OEM verschlafen Trend zu E-Mobilität

Dieses starke Produkt sieht man bei dem amerikanischen Hersteller im rund 70.000 Euro teuren Nobel-Stromer Tesla S, der im August in Europa an den Verkaufsstart geht. Besonders wichtig ist Tesla dabei der deutsche Markt. Hier, so Rudat, sind die anspruchsvollsten Kunden zuhause und die erfolgreichsten Premium-Hersteller. In einem Erfolg in Deutschland sieht der Manager einen wichtigen Schritt zur Etablierung Teslas als Premium-Marke.

Zahlen zu den Vorbestellungen für den Tesla S in Deutschland nannte Rudat nicht, sagte aber, dass diese deutlich über den Erwartungen lägen. Angesichts des erwarteten Absatzvolumens plant Tesla den Aufbau eines eigenen Servicenetzes in Deutschland. Diese sollen in den Metropolregionen entstehen.

Ein ausführliches Interview mit Jochen Rudat, Deutschland-Chef von Tesla, finden Sie hier!

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Frank Volk