Tesla Model S

Immer mehr Kunden entscheiden sich für den Elektrosportler Model S des US-Elektropioniers Tesla. - Bild: Tesla

Das sind 20 Prozent mehr als vom Autobauer erwartet, sagte Tesla-Vertriebschef Jerome Guillen auf der Automesse in Detroit. Das fünftürige Coupe der oberen Mittelklasse wird von Fachjournalisten wegen des leistungsstarken Motors und der für Elektroautos hohen Reichweite gelobt.

Die Tesla-Aktie gewann am Dienstag dank der guten Nachrichten deutlich: Die Aktie schloss mit 15,7 Prozent im Plus bei 161,25 US-Dollar. Damit machte sie weiteren Boden gut. Im September 2013 hatte die Aktie ihr Rekordhoch bei 194,50 Dollar gesehen. Enttäuschende Absatzzahlen im dritten Quartal hatten dann aber seit September für einen deutlichen Kursrückgang gesorgt. Der Absatz im dritten Quartal hatte nur 5.500 Fahrzeuge erreicht.

Elektropionier will weiter wachsen

Tesla aus dem kalifornischen Palo Alto baut und entwirft Elektrofahrzeuge und elektrische Antriebskomponenten. Für das laufende Jahr hat sich Tesla weiteres Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Guillen stellte in Aussicht, dass Tesla 2014 weltweit die Anzahl der Service- und Verkaufsfilialen verdoppeln werde. Ab Frühjahr wird die Premium-Limousine Modell S auch in China verkauft. Das eröffne weitere neue Verkaufsmärkte, so Guillen. Auch in Europa liefere Tesla nun mehr Autos aus. Tesla schraubt die Fahrzeuge für den europäischen Markt im niederländischen Tilburg zusammen, bleibt dabei aber auf Teile aus Kalifornien angewiesen.

Zu den Ergebnissen im Schlussquartal hieß es von Tesla, diese dürften so wie im dritten Quartal ausfallen, als das Unternehmen einen Nettoverlust von 38 Millionen Dollar geschrieben hatte.

Zu den Fortschritten beim neuen Tesla-Modell X hielt sich das Unternehmen bedeckt. Der Autbauer sieht sich aber auf dem Weg, das Fahrzeug bis Ende des Jahres zur Auslieferung zu bringen. Das Modell X soll die Eigenschaften eines SUV mit den Vorteilen eines Kleinbusses kombinieren. Das Auto soll Platz für sieben Passagiere bieten und mit einem oder zwei Elektromotoren, die jeweils direkt an der angetrieben Achse positioniert sind, angeboten werden. Derzeit ist aber das Modell S das einzige Auto, das Tesla am Start hat.

Der deutsche Autobauer Daimler hatte erst jüngst seine Partnerschaft mit Tesla gefestigt. Die Stuttgarter sind mit einem kleinen Anteil an Tesla beteiligt und wollen im kommenden Jahr eine elektrische Version der B-Klasse auf den Markt bringen, die einen Motor und Batterien von Tesla nutzt. Auch die Batterien der zweiten Generation des smart fortwo electric drive stammen von dem US-Unternehmen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke