Tesla Model S

Das Tesla Model S soll künftig auch in China vom Band laufen. Bild: Tesla

Bei einem Besuch in Hongkong sagte Tesla-Gründer Elon Musk nach Angaben der Zeitung South China Morning Post, er hoffe, bis Mitte dieses Jahres mehr Details nennen zu können. Dem US-Fernsehsender CNN sagte Musk ferner, er wünsche sich eine Produktion in China so früh wie möglich, aber es werde bis dahin “fast drei Jahre” dauern.

Mit einer lokalen Produktion im Reich der Mitte soll der Preis der Autos gesenkt werden. Derzeit kämen die Autos in China “mit ziemlich hohen Einfuhrzöllen” auf den Markt, so Musk. “Auch haben wir keinen Anspruch auf lokale Förderung.” Der hohe Preisaufschlag fiele bei lokaler Herstellung weg.

Tesla hat in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres 3025 Autos in China verkauft und dürfte bis zum Jahresende rund 4000 abgesetzt haben. Während das Model S in den USA 76.000 Dollar kostet, müssen Käufer in China dafür umgerechnet 106.000 Dollar auf den Tisch legen. “Das Model S wird letztendlich in China produziert werden”, sagte Musk.

China könnte sich damit mittelfristig zum Wachstumstreiber für den kalifornischen Hersteller entwickeln – und das kann eigentlich nicht schnell genug gehen. Schließlich räumte Musk gegenüber der amerikanischen Zeitung The Star ein, dass die niedrigen Spritpreise infolge des Ölpreisverfalls das Interesse der Kunden an E-Autos derzeit ausbremse. Sein Rezept dagegen: Elektroautohersteller müssten ihre Fahrzeuge so ansprechend und attraktiv gestalten, dass sie gegen die Verbrenner-Modelle auch bei Dumping-Spritpreisen bestehen könnten.

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gp