Tesla Model S

Die Pläne von Tesla, Autos auch in China zu bauen, werden konkreter. Bild: Tesla

Fast noch wichtiger als die beiden chinesischen Autohersteller ist für Tesla deren Produktionstandort. Sowohl Lifan wie auch Changan Automobiles sind in Chongqing angesiedelt. Chongqing wiederum ist eine der führenden Regionen im Bereich Elektro-Mobilität. Dort läuft ein ausgereiftes Programm zur Förderung der Stromer. So gibt es ein eng geflochtenes Netz von 300 Ladestationen in der Metropole. Chongquing gehört zu den Regionen mit den höchsten Zuwachsraten bei rein elektrischen Fahrzeugen, die Stadtverwaltung fährt große Förderprogramme. Die Produktionsbedingungen für sogenannte New Energy Vehicles sind nach Einschätzung von IHS Automotive hervorragend.

Ungeachtet des Standorts ist für Tesla eine Produktion in China wichtig, um den dümpelnden Absatz in Schwung zu bringen. Einst von Elon Musk zum wichtigsten Markt ausgerufen, kommt der E-Autobauer in China nur schwer im Gang und machte zuletzt hauptsächlich negative Schlagzeilen. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres verkauft die US-Marke 2.400 Autos, im Januar waren es 120. Seither versucht Musk mit verschiedenen Maßnahmen den Chinesen den Kauf eines Autos schmackhaft zu machen. So liefert Tesla jedem Käufer eine Ladestation quasi vors Haus.

Eine Ursache für die hinter den Erwartungen zurück bleibenden Verkäufe ist die hohe Importsteuer, die China von Herstellern verlangt, die nicht im Land produzieren. Beim Modell S summiert sich diese auf umgerechnet 40.000 US-Dollar, was den Preis des Autos in China auf knapp 120.000 US-Dollar hinauf treibt.

Mit einer Fertigung würde der Autobauer ein Großteil der Steuern sparen. Allerdings nicht alle. Denn Tesla würde auch in Zukunft das Batteriepackage aus den USA importieren.

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