Tesla breit

Elon Musk: "Die Nachfrage nach dem Model S nimmt in Nordamerika und Europa weiterhin zu." - Bild: jdlasica/Flickr

Obwohl das Unternehmen im dritten Quartal die Rekordzahl von 5.500 seiner Elektrolimousinen Model S ausgeliefert hat, rauschte die Aktie am Dienstag nachbörslich um elf Prozent in die Tiefe. Anleger hatten mit noch höheren Verkaufszahlen gerechnet.

“Die Nachfrage nach dem Model S nimmt in Nordamerika und Europa weiterhin zu”, erklärte Firmenchef Elon Musk in einem Brief an die Aktionäre. Tesla war nach seinem Erfolg in den USA im August nach Übersee gegangen. Insgesamt lieferte das Unternehmen 1.000 Autos an europäische Kunden aus.

Elektroauto-Pionier sieht Deutschland als Schlüsselmarkt

Deutschland ist einer der Schlüsselmärkte beim Europavorstoß. Hier kostet das Model S ab 72.000 Euro. Um die Verkäufe anzukurbeln, will Musk bis Mitte kommenden Jahres ein deutschlandweites Netz an Ladestationen aufziehen.

Tesla ist die Erfolgsgeschichte unter den Elektroauto-Herstellern: Der Umsatz lag mit 431 Millionen Dollar im Quartal fast neunmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Tesla schaffte es jedoch nicht aus den roten Zahlen. Immerhin konnte das Unternehmen den Verlust von 111 Millionen auf 38 Millionen Dollar eindämmen.

Der US-Pionier muss jedoch künftig mit verschärfter Konkurrenz rechnen. BMW bringt seinen kompakten Elektrowagen i3 und den Elektrosportwagen i8 auf den Markt. Der Stuttgarter Rivale Daimler ist mit 4,3 Prozent an Tesla beteiligt und arbeitet mit den Kaliforniern bei Elektroautos zusammen.

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dpa/Guido Kruschke