Tesla-Chef Elon Musk hatte zuvor in dieser Woche seine Mitarbeiter in einem Memo gebeten, nach möglichen Saboteuren Ausschau zu halten. Bild: Pixabay/Blomst

Tesla-Chef Elon Musk hatte zuvor in dieser Woche seine Mitarbeiter in einem Memo gebeten, nach möglichen Saboteuren Ausschau zu halten. Bild: Pixabay/Blomst

In der bei einem Bundesgericht in Nevada eingereichten Klage behauptet das Unternehmen, sein ehemaliger Mitarbeiter Martin Tripp habe zugegeben, Software geschrieben zu haben, um die Betriebssoftware des Unternehmens zu hacken und Daten im Umfang mehrerer Gigabyte an "außenstehende Dritte" zu übermitteln.

Darunter seien Dutzende von vertraulichen Fotos und Videos gewesen. Tripp habe auch einen Computercode geschrieben, um Tesla-Daten aus deren Netzwerk zu exportieren, heißt es in der Klageschrift weiter. Ein Tesla-Sprecher wollte sich darüber hinaus nicht äußern.

Tesla-Chef Elon Musk hatte zuvor in dieser Woche seine Mitarbeiter in einem Memo gebeten, nach möglichen Saboteuren Ausschau zu halten. Man habe festgestellt, dass ein Mitarbeiter eine "umfangreiche und schädliche Sabotage" des Unternehmens begangen und sich in das Produktionsbetriebssystem des Unternehmens eingehackt habe, um Daten zu exportieren. Es ist nicht klar, ob sich Musk in seinem Memo auf diesen oder einen anderen Mitarbeiter bezog.

Tripp habe im Oktober 2017 in der Batteriefabrik außerhalb von Reno als Verfahrenstechniker begonnen, erklärte Tesla. Im Mai 2018 sei er auf eine neue Position versetzt worden, nachdem seine Manager gesagt hatten, dass er Leistungsprobleme und sich mit Kollegen angelegt habe.

"Tripp rächte sich an Tesla, indem er vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse stahl und sie an Dritte weitergab, und indem er falsche Angaben machte, die dem Unternehmen schaden sollten", heißt es in der Klage.

Teslas Ermittler befragten Tripp den Angaben zufolge am 14. und 15. Juni. Dabei habe er zugegeben, die Daten gehackt und übermittelt zu haben. Der Elektroautobauer arbeitet zurzeit daran, die Produktion seiner Limousine Model 3 bis zum Ende des Monats auf 5.000 Stück pro Woche hochzufahren.