Tesla Model 3

Um seine ambitionierten Ziele beim Model 3 zu erreichen, nimmt Tesla-Chef Elon Musk viel Geld in die Hand und rote Zahlen in Kauf. Bild: Tesla

Im September solle das Model 3 dann in die Serienfertigung gehen. Musk geht mit dem ersten Elektroauto von Tesla, das sich mit einem Preis von rund 35.000 Dollar an die breite Masse wendet, ein hohes Risiko ein. Mit Hilfe des Model 3 soll die Jahresproduktion bis 2018 auf 500.000 und bis 2020 auf eine Million Wagen steigen. Im vergangenen Jahr fertigte das Unternehmen knapp 84.000 Fahrzeuge.

Um seine ambitionierten Ziele zu erreichen, nimmt Musk mit Tesla viel Geld in die Hand und rote Zahlen in Kauf. Verglichen mit dem Vorjahreswert sank der Verlust im vierten Quartal aber immerhin von 320,4 auf 121,3 Millionen Dollar (114,7 Mio Euro). Die Umsätze wuchsen überraschend stark um 88 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar.

Am Markt kamen die Quartalszahlen gut an und auch die Bestätigung der Model 3-Pläne dürfte Anlegern gefallen haben - nicht immer konnte Tesla die strengen zeitlichen Vorgaben seines Chefs in der Vergangenheit einhalten. Die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um rund drei Prozent. Wie groß die Hoffnungen der Investoren sind, zeigt sich auch daran, dass der Kurs seit Jahresbeginn schon um fast 30 Prozent zugelegt hat.

In den Quartalszahlen waren erstmals auch Erlöse des im November geschluckten Ökostrom-Firma SolarCity enthalten. Durch die Übernahme können die Solaranlagen in Teslas Energiesparte eingegliedert werden. Das Unternehmen bietet seit vergangenem Jahr Stromspeicher für Haushalte und Unternehmen an und will nach der Autoindustrie den Energiemarkt aufmischen.

Musk verspricht Anlegern den ersten vollintegrierten und nachhaltigen Energiekonzern der Welt. Ein wichtiger Teil der langfristigen Strategie ist auch die riesige Batteriefabrik "Gigafactory" in Nevada, die Tesla im vergangenen Sommer eröffnete. Im Januar begann dort die Zellfertigung, das Projekt ist der Schlüssel, um einmal in großem Stil Elektroautos für den Massenmarkt zu fertigen zu können.

Wie Tesla mit dem Model 3 den Volumenmarkt erobern will

  • Tesla will den Erfolg des luxuriösen Model S in der kleineren Mittelklasse wiederholen. Ende 2017 soll der Konkurrent für BMW 3er, Mercedes C-Klasse und Audi A4 auf den Markt kommen – natürlich rein elektrisch.- alle Bilder: Tesla

    Tesla will den Erfolg des luxuriösen Model S in der kleineren Mittelklasse wiederholen. Ende 2017 soll der Konkurrent für BMW 3er, Mercedes C-Klasse und Audi A4 auf den Markt kommen – natürlich rein elektrisch.- alle Bilder: Tesla

  • Optisch orientiert sich das Model 3 weitgehend am Model S, ist jedoch etwas höher und deutlich kürzer.

    Optisch orientiert sich das Model 3 weitgehend am Model S, ist jedoch etwas höher und deutlich kürzer.

  • Ein überdimensionales Glasdach zieht sich von der Windschutzscheibe bis in die Heckklappe. Wahlweise gibt es Hinterrad- oder Allradantrieb.

    Ein überdimensionales Glasdach zieht sich von der Windschutzscheibe bis in die Heckklappe. Wahlweise gibt es Hinterrad- oder Allradantrieb.

  • Da sich das Akkupaket im Unterboden des Fahrzeugs befindet, lässt sich Gepäck vorne und hinten einladen.

    Da sich das Akkupaket im Unterboden des Fahrzeugs befindet, lässt sich Gepäck vorne und hinten einladen.

  • Zu den Leistungsdaten hält sich Tesla noch bedeckt. Bekannt ist: Den Spurt 0 auf Tempo 100 soll das amerikanische Elektromobil in weniger als sechs Sekunden schaffen.

    Zu den Leistungsdaten hält sich Tesla noch bedeckt. Bekannt ist: Den Spurt 0 auf Tempo 100 soll das amerikanische Elektromobil in weniger als sechs Sekunden schaffen.

  • Preislich soll das Model 3 von Tesla bei 35.000 Dollar, umgerechnet knapp 32.000 Euro, starten. Damit wäre die Mittelklasselimousine sogar noch günstiger als der jüngst vorgestellte elektrische Chevrolet Bolt, der für 37.000 Dollar eine rein elektrische Reichweite von 320 Kilometern in Aussicht stellt.

    Preislich soll das Model 3 von Tesla bei 35.000 Dollar, umgerechnet knapp 32.000 Euro, starten. Damit wäre die Mittelklasselimousine sogar noch günstiger als der jüngst vorgestellte elektrische Chevrolet Bolt, der für 37.000 Dollar eine rein elektrische Reichweite von 320 Kilometern in Aussicht stellt.