Mary Barra

GM-Chefin Mary Barra wird ihren Job als Krisenmanagerin bei GM wohl so schnell nicht los, dem Konzern steht eine langwierige Prozesswelle ins Haus. Bild: GM

Laut der Auswertung der Nachrichtenagentur Reuters ist damit allerdings noch nicht nachgewiesen, dass diese Unfälle tatsächlich im Zusammenhang mit einem fehlerhaften Zündschloss standen. Neben dem Ausfall der Zündelektronik seien demnach andere Fehlerquellen denkbar: Möglicherweise funktionierte bei den nun aufgezählten Vorfällen der Airbag auch aus einem anderen Grund nicht. GM hatte im Februar rund 2,6 Millionen Autos wegen des Problems in die Werkstätten zurückgerufen.

Wie im Frühjahr bekannt wurde, hatten GM-Ingenieure schon vor 13 Jahren fehlerhafte Zündungen registriert. Bei den Autos kann die Zündung auch bei hohem Tempo plötzlich in einen Modus springen, bei dem sich Motor und elektrische Systeme abschalten. Damit fallen auch Lenkunterstützung und Bremskraftverstärker aus, zum Teil funktionieren auch die Airbags nicht mehr.

Nicht nur für Opferanwälte liegt es daher nahe, bisher unerklärliche Kontrollverluste im Straßenverkehr mit dem Zündschloss-Skandal bei GM in Verbindung zu bringen. Inzwischen ermitteln mehrere US-Behörden gegen GM. Die nachträgliche Aufarbeitung der teils Jahre zurückliegenden Unfallhergänge gilt als schwierig. Der Opel-Mutter steht eine Klagewelle ins Haus: General Motors muss sich darauf einstellen, auf Jahre hinaus mit langwierigen Prozessen konfrontiert zu werden.

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Marina Reindl