Volker Heuer

Volker Heuer: Wir werden mit unseren Produkten auch weiterhin stärker wachsen werden als der Markt. - Bild: Tognu

Wie das börsennotierte Unternehmen am Montag mitteilt, will man in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro in das Leitwerk Friedrichshafen sowie in einen neuen Standort in Osteuropa investieren und so die Fertigungs- und Montagekapazitäten dem in den nächsten Jahren erwarteten deutlichen Wachstum anpassen. Die jüngst vom Aufsichtsrat genehmigten Investitionen sind das Ergebnis einer in den vergangenen Monaten erarbeiteten Produktionsnetzplanung in Europa für die Marken MTU und MTU Onsite Energy.

„Unsere neuen Produkte mit deutlich geringeren Emissionen und deutlich weniger Kraftstoffverbrauch werden zukünftig auf den Weltmärkten in hohen Stückzahlen nachgefragt. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesen Produkten, die jetzt bereits Standards setzen, auch weiterhin stärker wachsen werden als der Markt“, sagt Tognum-Vorstandsvorsitzender Volker Heuer. „Deshalb müssen wir heute die Voraussetzungen schaffen, um morgen die erwarteten Stückzahlen an Motoren und Systemen herstellen zu können.

Im Rahmen unserer Strategie der regionalen Expansion erhalten nun Europa und das Leitwerk Friedrichshafen verstärkt unsere Aufmerksamkeit“, stellt Dr. Ulrich Dohle, Tognum-Vorstand für Technology & Operations, fest.

Friedrichshafen wird im weltweiten Produktionsnetz weiterhin die Rolle als Leitwerk mit den Schwerpunkten Forschung, Entwicklung und Produktion haben. Nach der Inbetriebnahme des noch im Bau befindlichen Materialwirtschaftszentrums in Kluftern werden die beiden Werke am Bodensee auf das künftige Stückzahlenwachstum vorbereitet. Dazu werden frei werdende Flächen innerhalb des Unternehmens genutzt.

Des weiteren plant Tognum einen neuen Werkstandort in Osteuropa. Hier sollen ab dem Jahr 2013 vor allem Kurbelgehäuse der Baureihe 2000 sowie ausgewählte Teile kommerzieller Motorenbaureihen in großen Stückzahlen gefertigt werden. Das künftige Werk soll die Montagelinien in Deutschland, China und den USA mit Komponenten beliefern. „Die Friedrichshafener Werke sind für die künftig erforderlichen Stückzahlen nicht erweiterbar“, sagt Produktions- und Technikvorstand Dr. Ulrich Dohle. Die Fertigung in Osteuropa hat für Tognum Vorteile bei Kosten und Logistik.

Der ins Visier von Daimler und Rolls-Royce geratene Dieselmotorenspezialist hat im Gesamtjahr 2010 besser abgeschnitten als erwartet und seinen Ausblick für 2011 leicht angehoben. Beim Konzernergebnis erreichte das Unternehmen 159,2 Millionen Euro nach 121,3 Millionen Euro im Vorjahr. In dieser Woche wollen Daimler und Rolly-Royce ihr Übernahmeangebot der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Prüfung vorlegen, um die Übernahme zügig abschliessen zu können.