Das System arbeitet mit einem 77-GHz-Millimeterwellen-Radarsensor, der im Kühlergrill untergebracht

Das System arbeitet mit einem 77-GHz-Millimeterwellen-Radarsensor, der im Kühlergrill untergebracht ist. – Bild: Toyota

Das System hält bei Geschwindigkeiten von bis zu 70 Meilen pro Stunde (ca. 113 km/h) dank der radargestützten Geschwindigkeitsregelung einen sicheren Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. “Unsere Technologien haben das Zeug dazu, die Automobilsicherheit zu revolutionieren”, sagte Seigo Kuzumaki, Chief Safety Technology Officer Secretary bei Toyota. Ziel sei es diese Sicherheitssysteme so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen.

Assistenzsystem hält das Auto in der Spur

Das System arbeitet mit einem 77-GHz-Millimeterwellen-Radarsensor, der im Kühlergrill untergebracht ist und in der nächsten Generation von Toyota und Lexus Fahrerassistenzsystemen zum Einsatz kommen wird. Weiterer Bestandteil des AHDA ist eine Fahrspursteuerung, die das Fahrzeug mit Hilfe einer Frontkamera und einer automatischen Anpassung des Lenkwinkels sicher in der Spur hält.

Der wichtigste Teil des Fahrsystems ist und bleibt jedoch der Fahrer, der auch dann eingebunden sein muss, wenn die automatischen Systeme das Fahrzeug steuern. Dazu verfügt das AHDA über ein vorausschauendes und interaktives Bediensystem, das einen nahtlosen Übergang zwischen automatischem und manuellem Fahren sicherstellen soll.

So erhält der Fahrer schon im Vorfeld Informationen über bevorstehende Verkehrssituationen, die sein Eingreifen erfordern. Diese Vorhersagen basieren auf Daten zum Streckenprofil, auf Sensordaten, die bei früheren Fahrten gemessen wurden, auf allgemeinen Karteninformationen und GPS-Daten sowie auf aktuellen Informationen des Radarsensors und der Frontkamera.

Darüber hinaus wird das Verhalten des Fahrers überwacht ? auch und gerade dann, wenn die automatischen Fahrsysteme das Auto steuern. Eine Infrarot-Kamera erfasst die Blickrichtung des Fahrers, und Sensoren am Lenkrad stellen fest, ob er die Hände am Lenkrad hat. Bei deutlichen Anzeichen für eine längere Unaufmerksamkeit wird der Fahrer gewarnt. Die ersten Technologien auf Basis dieser Assistenzsysteme will Toyota und Lexus Mitte des Jahrzehnts auf den Markt bringen.

Umgebungserkennung und 3D Head-up-Display

Darüber hinaus hat Toyota die neue Umgebungserkennung SPAD LIDAR vorgestellt. Sie erkennt Form und Position von Hindernissen auf der Straße und ist bei Tag und Nacht gleichermaßen einsatzbereit. Fortschritte weist das System durch die verringerte Baugröße und reduzierte Kosten auf. Die hochauflösende Laser-Radar-Technik kombiniert den Funktionsumfang von Millimeterwellen-Radar und Stereo-Kameras und ist ein wichtiger Bestandteil künftiger automatischer Fahrsysteme.

Für eine möglichst ablenkungsfreie Information des Fahrers sorgt das 3D-Head-up-Display: Es projiziert wichtige Informationen zum aktuellen Fahrzeugstatus, Verkehrsbedingungen und Verkehrszeichen in dreidimensionaler Optik auf die Windschutzscheibe. Die Anzeigen sind auch ohne spezielle Brille oder andere Hilfsmittel ablesbar.

Gabriel Pankow / Quelle: Toyota