Didier Leroy

Didier Leroy: "Der Ausblick auf 2013 ist nicht viel besser als 2012, aber ich bin zuversichtlich, dass wir zu diesem Wachstumspfad beitragen." - Bild: Toyota

Der Autobauer habe die Kosten weiter gesenkt und sei effizienter geworden, sagte Regionalchef Didier Leroy am runden Tisch zu Journalisten, einen Tag vor Beginn des Genfer Autosalons.

In den ersten neuen Monaten des Jahres 2012/13 erzielte die Toyota Motor Corp einen operativen Gewinn von 209 Millionen Euro, so Leroy. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte der Konzern lediglich 77 Millionen Euro verdient. Das Fiskaljahr 2012 der Japaner endet am 31. März.

“Und wir müssen profitabel bleiben”, sagte der Manager. “Der Ausblick auf 2013 ist nicht viel besser (als 2012), aber ich bin zuversichtlich, dass wir zu diesem Wachstumspfad beitragen.”

Wachstum verspricht sich der Konzern unter anderem von neuen Modellen, die auf den Markt gebracht werden. Beispielsweise dem Auris Touring Sport-Hybrid-Kombi und dem neuen RAV4-SUV.

Neue Modelle sollen Wachstum bringen

Auch wenn der Markt in Europa laut Prognosen um rund fünf Prozent schrumpfen soll, würden die Autofahrer weiterhin Autos kaufen, so Leroy. Er habe aber kein Interesse an Wachstum, wenn dies zu Lasten der Profitabilität gehe. “Wir werden nicht einfach auf mehr Absatz drängen. Wir wollen das auf eine profitable Weise tun”, sagte er.

Einschließlich der Premiummarke Lexus konnte Toyota im zu Ende gehenden Geschäftsjahr gut 540.990 Fahrzeuge in der Europäischen Union und den EFTA-Staaten wie Norwegen absetzen. Das sind zwar 2,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor, doch die Japaner schnitten damit besser ab als der Gesamtmarkt, der um 7,8 Prozent einbrach. Der Marktanteil von Toyota stieg dennoch auf 4,3 von 4,1 Prozent.

Toyota seht Hybridantrieb nicht als Nische

Den Anteil der Fahrzeuge mit Hybridantrieb soll auf bis zu 18 Prozent steigen. 2012/13 waren es 13 Prozent. “Hybrid ist nicht länger eine Nische”, sagte der Vertriebschef der Region, Karl Schlicht, zu Journalisten.

Laut Leroy will Toyota in seinen in europäischen Werken künftig auch mehr in Europa produzierte Bauteile verwenden, um negative Währungseffekte noch mehr zu reduzieren.

Anders als viele Wettbewerber leidet der Konzern in Europa nicht unter Überkapazitäten, weil er bereits Anfang 2009 mit der Restrukturierung begonnen hatte, als die Krise begann. Toyota verfügt in der Region über eine Produktionskapazität von rund 600.000 Fahrzeugen pro Jahr. Die Werke sind zu 80 Prozent ausgelastet.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke