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Toyota wehrt sich 2021 erfolgreich gegen die Coronakrise und den Halbleitermangel in der Autobranche. (Bild: Toyota)

Neben Volkswagen haben der AutomotivePERFORMANCE-Studie zufolge auch Renault, Daimler, GM und Ford stark mit der Chip-Knappheit zu kämpfen. Insgesamt erholen sich allerdings die Konzerngewinne und liegen 2021 deutlich höher als im Vorjahr – unter anderem aufgrund der Produktionsverlagerung auf margenträchtigere Fahrzeuge.

Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 liegen die Absätze der Autohersteller insgesamt 12,7 Prozent niedriger. Als Gewinner gehen Toyota und Hyundai durch die Krise, die ihren Absatz im Vergleich zum Vorjahr um jeweils 19 Prozent erhöhen können, mit deutlich größerem Absatz fährt jedoch Tesla der Konkurrenz voraus. Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Unternehmen von Elon Musk seinen Absatz auf 630.000 Fahrzeuge fast verdoppeln. Bei Autobauern wie Volkswagen (plus vier Prozent), GM (plus zwei Prozent) oder Daimler (plus ein Prozent) stagnieren die Verkäufe hingegen. Ford gerät sogar mit vier Prozent ins Minus. An der Absatzspitze baut Toyota in den ersten drei Quartalen 2021 mit fast 7,9 Millionen verkauften Einheiten den Vorsprung auf Volkswagen (6,5 Millionen) deutlich aus. Mit 5,4 Millionen abgesetzten Fahrzeugen überholt Hyundai auf dem dritten Rang 2021 den Konkurrenten GM (4,8 Millionen Verkäufe). Stellantis auf dem fünften Rang kommt auf 4,3 Millionen Auslieferungen.

Mit Rekordgewinnen durch die Krise

Trotz der prekären Lage in der Corona- und Chipkrise scheint 2021 jedoch als Jahr der Rekordgewinne in die Geschichte der Autoindustrie einzugehen, so die Studie. Die zehn betrachteten OEMs machten in den ersten drei Quartalen 2021 mit 96 Milliarden Euro bereits genauso viele EBIT-Gewinne wie die 20 größten Hersteller im gesamten Jahr 2019. Für das Gesamtjahr sei, so die Studienautoren, mit einem Gewinn von rund 120 Milliarden Euro zu rechnen. Gründe für die positive Entwicklung seien die Produktionsverschiebung der Autobauer auf margenträchtigere Fahrzeuge sowie die verbesserten Kostenfaktoren. Unter anderem werden aufgrund der hohen Kundennachfrage kaum Rabatte angeboten.

„Die Automobilindustrie zeigt derzeit auffallend schizophrene Züge: Einerseits stockt durch Chipkrise und Rohstoffmangel branchenweit die Fahrzeugproduktion und der Automobilabsatz“, erklärt CAM-Direktor Stefan Bratzel. „Anderseits können die Hersteller hohe Preise für ihre Neu- und Gebrauchtwagen durchsetzen, was teils zu zweistelligen Renditen führt. Nach Gewinnen wird 2021 als das bislang beste Jahr in die Annalen der Automobilbranche eingehen.“

Auch beim Konzernergebnis steht Toyota auf Rang 1. Umgerechnet 18,7 Milliarden Euro konnte der Hersteller bereits erwirtschaften, auf Rang zwei und drei folgen Daimler mit 14,5 Milliarden Euro und Volkswagen mit 14 Milliarden Euro. Tesla kommt auf einen Gewinn von rund 3,3 Milliarden Euro und kann damit bereits etablierte Hersteller wie Renault (2,8 Milliarden Euro) hinter sich lassen. Die höchsten Gewinne im Vergleich zum Umsatz erzielen BMW (12,5 Prozent), Stellantis (11,8 Prozent) sowie Tesla (11,5 Prozent), Volkswagen kommt lediglich auf eine Marge von 6,7 Prozent, Renault sogar nur auf 2,8 Prozent.

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