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Peter Fuß: "Toyota verkaufte im dritten Quartal zwar weniger Fahrzeuge als im Vorjahreszeitraum, konnte aber dank des schwachen Yen den Umsatz um 16 Prozent auf 49,4 Milliarden Euro steigern." - Bild: Ernst&Young

Deutschlands Autobauer verkaufen so viele Autos wie nie zuvor - und schwächeln dennoch beim Umsatz. Der japanische Branchenprimus Toyota hat auch im dritten Quartal die Nase vorn.

Im dritten Quartal 2013 kamen die drei deutschen Autokonzerne Volkswagen, BMW und Daimler weltweit auf insgesamt 3,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge ? das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging hingegen zurück: um 0,4 Prozent auf 95,8 Milliarden Euro.

Ganz anders die japanischen Autobauer: Sie steigerten ihren Pkw-Absatz im dritten Quartal nur um drei Prozent ? der Umsatz schnellte hingegen um 17 Prozent in die Höhe.

Währungsschwankungen nutzen den japanischen Autobauern

Hauptgrund für die aktuelle Stärke der japanischen Autobauer und die relative Schwäche der deutschen Konzerne sind Währungsschwankungen: Der deutlich abgewertete Yen macht japanische Autos im Ausland billiger und wertet im Ausland erzielte Umsätze bei der Umrechnung in Yen auf. Der starke Euro hingegen lässt im Ausland erzielte Umsätze der europäischen Unternehmen bei der Umrechnung in die europäische Gemeinschaftswährung schrumpfen.

Immerhin gelang den deutschen Konzernen trotz negativer Währungseffekte ein spürbares Gewinnplus von elf Prozent. Allerdings haben auch hier die Japaner eindeutig die Nase vorn: Der operative Gewinn der japanischen Autokonzerne stieg im dritten Quartal um 51 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro ? und liegt damit erstmals seit 2009 höher als der von den deutschen Autobauern erzielte Gewinn, der sich im abgelaufenen Quartal auf insgesamt 6,9 Milliarden Euro belief.

Immerhin konnten Deutschlands Autobauer ihre Profitabilität steigern – und Daimler zog beim Umsatz an General Motors vorbei und belegt nun den dritten Platz im Umsatzranking.

General Motors verkauft die meisten Autos

Bei der Zahl der verkauften Fahrzeuge lag im abgelaufenen Quartal General Motors mit 2,40 Millionen Stück (plus fünf Prozent) an der Spitze, gefolgt von Toyota (2,24 Millionen, minus einem Prozent) und Volkswagen (2,20 Millionen, plus vier Prozent).

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanzkennzahlen der 17 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young quartalsweise erstellt.

Die gesamte Studie können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen.

Peter Fuß, Ernst & Young GmbH
© Ernst & Young GmbH