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Der weltgrößte Autobauer Toyota konnte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2012/13 fast vervierfachen. - Bild: kru

Wie das “Handelsblatt” (Montag) unter Berufung auf die japanische Wirtschaftszeitung “Nikkei” berichtet, hat der weltgrößte Autokonzern im Geschäftsjahr 2012/13 (bis 31. März 2013) operativ umgerechnet fast zehn Milliarden Euro (1,3 Billionen Yen) verdient. Das sei deutlich mehr als den Investoren an der Börse zuletzt in Aussicht gestellt worden war. Der VW -Rivale will seine Bilanz am Mittwoch vorlegen. Wegen eines Feiertags in Japan war beim Weltmarktführer zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Seit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 und der dadurch ausgelösten weltweiten Finanzkrise hat der Toyota-Gewinn nicht mehr über einer Billion Yen gelegen. Mehr waren es zuletzt im Geschäftsjahr bis Ende März 2008. Damals kamen die Japaner auf einen Betriebsgewinn von 2,27 Billionen Yen.

Der Konzern mit den Marken Toyota, Lexus, Daihatsu und Hino verkaufte weltweit 9,7 Millionen Fahrzeuge, was einem Wachstum von 16,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Allein die Marken Toyota und Lexus verzeichneten einen weltweiten Absatz von 8,7 Millionen Einheiten. Dieses Plus von 17,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf gestiegene Absatzzahlen auf dem japanischen Heimatmarkt und in Wachstumsregionen zurückzuführen.

Japaner kehrten schnell wieder an die Weltspitze zurück

Toyota hatte nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan im Jahr 2011 Federn lassen müssen. Auch der chinesisch-japanische Insel-Streit hatte sich zuletzt negativ ausgewirkt. Doch mittlerweile wurde der US-Konkurrent General Motors wieder überholt und Toyota steht wieder an der Spitze der Autobranche. Im vergangenen Jahr verkaufte der japanische Autobauer 9,75 Millionen Fahrzeuge. Toyota profitiert dabei vom schwachen Yen, der die Autos im Ausland verbilligt. Vor allem auf dem US-Markt punktet der Konzern mit seinen Wagen.

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Handelsblatt/Toyota/Guido Kruschke