In Europa trotz Russland-Krise in der Spur: Toyota will weiter wachsen. Bild: Toyota / press-inform

In Europa trotz Russland-Krise in der Spur: Toyota will weiter wachsen. Bild: Toyota / press-inform

Bislang konnte der weltgrößte Autobauer beim Absatz auf dem krisengeschüttelten russischen Markt sogar um ein Prozent zulegen – während der gesamte Markt um 12 Prozent absackte. Als die Neuzulassungen im Monat August um mehr als ein Viertel einbrachen, gingen aber auch die Toyota-Verkäufe um acht Prozent zurück. Der Konzern habe sich von Beginn an nicht auf das Segment mit kleinen Einstiegsmodellen konzentriert, sagte Leroy. Dieser Bereich leide derzeit besonders. Dagegen sei Toyota mit Modellen aus der gehobenen Mittelklasse erfolgreich.

Europaweit dürften die Japaner ihr Verkaufsziel von 865.000 Autos leicht übertreffen, sagte Leroy. Dazu zählt Toyota nicht nur die Länder der EU, sondern auch Russland und die Türkei, wo die Japaner eine große Produktionsbasis haben. Im Ende März 2014 abgeschlossenen Geschäftsjahr hatte Toyota seinen Gewinn in Europa um drei Viertel gesteigert und dabei 2,1 Prozent Umsatzrendite eingefahren. Diese soll im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 weiter steigen, sagte Leroy. Im ersten Quartal bis Ende Juni hatte Toyota seinen Europa-Gewinn verdoppelt.

Keine Entwarnung gab Leroys Vorstands-Kollege Karl Schlicht unterdessen für den Preiskampf auf den europäischen Märkten. “Die Rabattschlacht ist weiterhin hart”, sagte er. Seit dem vergangenen Jahr habe sich die Situation nicht verändert. “Wir spüren keine Minderung der Abschläge.” Zwar habe laut Leroy der Druck durch eine hohe Zahl von Händlerzulassungen etwas abgenommen – Schlicht sieht aber gerade die Premiumhersteller mit harten Bandagen um Neukunden werben. Diese Autobauer würden inzwischen mehr für Rabatte ausgeben und sich immer stärker in Konkurrenz zu den Volumenherstellern positionieren.

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fv/dpa