Toyota/Mazda

Brennstoffzellen- und Hybridtechnologie im Austausch mit Skyactiv-Technik: Toyota und Mazda wollen sich gegenseitig bei Effizienz-Technologien helfen. Bild: Toyota/Mazda

Die beiden Unternehmen seien kurz vor Abschluss ihrer Gespräche zu der Partnerschaft, berichtete die Wirtschaftszeitung Nikkei“am Samstag (9.5.). Demnach will Toyota seinem Konkurrenten, der bei der Entwicklung von Elektroautos zurückliegt, Brennstoffzellen- und Hybridtechnologie zur Verfügung stellen.

Im Gegenzug will Mazda dem Bericht zufolge Toyota die Nutzung seiner sogenannten Skyactiv-Technologie erlauben, mit der das Unternehmen die Effizienz seiner Benzin- und Dieselfahrzeuge erhöhen will. Laut dem Pressebericht wollen die beiden Konzerne auch in anderen Bereichen ihre Kooperation verstärken. So will Mazda vermehrt Nutzfahrzeuge von Toyota beziehen, zudem wollen sie gemeinsam Autoteile einkaufen. Die Unternehmen haben bereits in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet.

Eine mit der Materie vertraute Person bestätigte die Gespräche über bestimmte Technologien inzwischen. Sprecher beider Unternehmen betonten, dass es noch keine konkreten Pläne gebe für einen weitergehenden Technologieaustausch.

Beide Autobauer unterhalten bereits eine Partnerschaft. Während Toyota seine Hybridtechnologie für einige Mazda-Modelle anbietet, wird Mazda im weiteren Jahresverlauf damit beginnen, an seinem Fabrikationsstandort in Mexiko ein Kleinfahrzeug für Toyota zu bauen. Eine gegenseitige Kapitalverflechtung umfasst die bereits existierende Kooperation aber nicht. Das dürfte dem Informanten zufolge auch bei einer Ausweitung der Zusammenarbeit so bleiben.

Toyota ist gerade dabei, neue Motoren für eine Reihe seiner Fahrzeuge zu entwickeln, um sie verbrauchsärmer zu machen. Zukünftig könnte darin auch die treibstoffeffiziente Technologie von Mazda Anwendung finden, so der Informant weiter. Toyota-Präsident Akio Toyoda sorge sich nämlich zunehmend, dass sich der größte Autohersteller der Welt zu sehr abschotte und nur auf sich schaue, statt sich mehr zu öffnen, um auch von anderen zu lernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Das Budget zur Forschung und Entwicklung bei Mazda bringt es zwar nur auf ein Zehntel dessen, was Toyota investiert, in den vergangenen Jahren war Mazda aber ziemlich erfolgreich mit seinen sparsamen konventionellen Motoren. Allerdings fehlt es dem Unternehmen an den nötigen Ressourcen, um beispielsweise bei der Elektrifizierung der Fahrzeuge mit den Wettbewerbern schrittzuhalten.

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Yoko Kubota/Dow Jones Newswires/ks