Große Ambitionen hat Toyota mit Brennstoffzellenfahrzeugen (im Bild der Mirai). Bis 2020 will man

Große Ambitionen hat Toyota mit Brennstoffzellenfahrzeugen (im Bild der Mirai). Bis 2020 will man 30.000 solche Autos verkaufen. Bild: Toyota

Während dem großen Rivalen VW gerade die Folgen der massiven Abgas-Manipulation um die Ohren fliegen, haben die Japaner am Mittwoch (14. Oktober) ihre Nachhaltigkeitsziele 2050 vorgelegt. Und als wollten sie es den Wolfsburgern zeigen, fallen diese hochambitioniert aus. So will der Autobauer die durchschnittlichen CO2-Emissionen seiner Neuwagen-Flotte bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent senken – verglichen mit den Werten von 2010. Bereits in fünf Jahren sollen die Flottenemissionen mindestens 22 Prozent geringer ausfallen als noch im Jahr 2010.

Eine zentrale Rolle dabei spielen Brennstoffzellenfahrzeuge: Der weltweite Absatz der alternativ angetriebenen Autos soll ab 2020 mehr als 30.000 Einheiten pro Jahr ausmachen. Allein in Japan will das Unternehmen jeden Monat mindestens 1.000 FCV verkaufen. In zwei Jahren startet Toyota zudem den Vertrieb von Brennstoffzellenbussen – zunächst in kleiner Auflage im Großraum Tokio. Im Vorfeld der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2020 in der japanischen Hauptstadt erwartet der Konzern einen Absatz von über 100 emissionsfreien Bussen.

Die Japaner haben im vergangenen Dezember in Gestalt des Mirai ihr erste Serien-FCV vorgestellt. Bislang wurden 350 Einheiten verkauft. Im nächsten Jahr soll die Produktion des in Japan gebauten Brennstoffzellen-Autos auf 2.000 Einheiten jährlich erhöht werden, 2017 dann auf 3.000.

Bis 2020 will Toyota außerdem die Zahl seiner weltweit verkauften Hybridfahrzeuge nahezu verdoppeln – von derzeit acht auf dann 15 Millionen Autos mit Benzin- und Elektromotor unter der Haube. Mit der Einführung einer neuen Batterie-Generation mit höherer Energiedichte und Haltbarkeit wächst zudem die Reichweite der Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybridautos.

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fv