Marken der Traton Group

Die Marken der Traton Group schließen in der Folge der Coronavirus-Pandemie vorübergehend mehrere Werke. Bild: Traton Group

| von Götz Fuchslocher

Der Umsatz des Lkw-Bauers ist 2019 um vier Prozent auf 26,9 Mrd. Euro gestiegen. Das operative Ergebnis legte um 25 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro zu, die operativen Rendite wuchs auf 7,0 Prozent, nach 5,8 Prozent im Jahr 2018. Nun bereite man sich mit gezielten Maßnahmen auf die anstehenden wirtschaftlichen Herausforderungen und die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie vor, heißt es in einer Mitteilung der Tochtergesellschaft der Volkswagen AG. Die Marken der Traton Group schließen demnach in der Folge vorübergehend mehrere Werke. So habe MAN Truck & Bus für die deutschen Werke zum heutigen Tag Kurzarbeit beantragt.

„In der aktuellen Krise kommt der Nutzfahrzeugindustrie bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Medikamenten eine bedeutende Rolle zu“, sagte Andreas Renschler, Traton-CEO und Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG. Als einer der größten Nutzfahrzeughersteller in Europa wolle die Traton Group ihrer besonderen Verantwortung in dieser Ausnahmesituation nachkommen. „Deswegen setzen wir alles daran, für unsere Kunden den Service und die Ersatzteilversorgung aufrechtzuerhalten. Nur wenn der Lieferverkehr auf der Straße uneingeschränkt funktioniert, kann auch die Zustellung von Nahrungsmitteln und Medikamenten sichergestellt werden“, sagte Renschler und fügte hinzu: „In dieser für alle sehr herausfordernden Situation scheint das Jahr 2019 schon weit zurückzuliegen. Aber wir können stolz auf das Erreichte sein.“

Mit Blick auf das Jahr 2020 sagt Christian Schulz, Traton-CFO: „In unserem Geschäftsbericht, der zum 10. Februar 2020 aufgestellt wurde, haben wir für das Jahr 2020 mit einem moderaten Absatz- und Umsatzrückgang gerechnet.“ Die Coronavirus-Pandemie mache jedoch eine gesicherte Abschätzung über die Entwicklung der Absatzmärkte und damit über den Verlauf der Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr unmöglich. In der schwierigen wirtschaftlichen Lage helfe es jedoch, sich auf eine solide Bilanzstruktur stützen zu können, erklärt Schulz. "So lag etwa die Nettoliquidität unseres Industriegeschäfts zum Jahresende 2019 bei 1,5 Mrd. Euro.“

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