Volkswagen ist in den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 stärker gewachsen als der Weltmarkt.

Volkswagen ist in den ersten beiden Monaten des Jahres 2011 stärker gewachsen als der Weltmarkt. (Bild: VW)

Auch die Aussichten für das gesamte Jahr sind gut. Eine konkrete Prognose gibt es bereits.

VW-Chef Martin Winterkorn hat allen Grund zur Freude. “Im Januar und Februar hat der Volkswagen-Konzern rund 1,2 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Mit einem Plus von über 16 Prozent sind wir erneut stärker gewachsen als der Weltmarkt”, sagte der Vorstandsvorsitzende am Rande des Genfer Automobilsalons.

“Auch 2011 dürfte ein solides, ein gutes Jahr werden – für die Automobilindustrie und für Volkswagen“, sagte der Manager.

Im Januar hatte VW vor allem dank der anhaltend guten Entwicklung in China, Indien und in den USA insgesamt gut 644.000 Autos abgesetzt – das war noch ein Plus von einem Fünftel.

2010 hatte VW die Verkäufe um 14 Prozent auf den Rekord von 7,14 Millionen Einheiten gesteigert. Der Konzern profitierte dabei von den Nachwirkungen der Abwrackprämien und dem Nachfrageboom in einigen Schwellenländern. Im Jahr davor war Volkswagen einer der größten Gewinner der Verschrottungsboni gewesen und fuhr der Wirtschaftsflaute zum Trotz mit 6,3 Millionen verkauften Neuwagen eine neue Bestmarke ein.

Für dieses Jahr rechnet Europas größter Autobauer mit einem Wachstum von mehr als fünf Prozent. Volkswagen verfolgt das ehrgeizige Ziel, den japanischen Konkurrenten Toyota, der im vergangenen Jahr mit massiven Qualitätsproblemen zu kämpfen hatte, bis 2018 als weltweit größten Autobauer abzulösen. Zu diesem Zweck soll der Absatz in den USA verdreifacht werden, die Präsenz in Südostasien ausgeweitet und massiv in die Kapazitäten in China, Russland und Indien investiert werden.

Am Freitag hatten die Wolfsbuger überraschend vorläufige Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Mit dem Verkaufsrekord kletterte der Umsatz des DAX-Konzerns 2010 um gut ein Fünftel auf fast 127 Milliarden Euro. Operativ verdiente VW mit 7,1 Milliarden Euro fast vier Mal so viel wie im Vorjahr, netto waren es 6,8 Milliarden Euro – gut sieben Mal so viel wie 2009. Für dieses Jahr rechnet Europas größter Autobauer mit weiteren Zuwächsen bei Einnahmen und Gewinn.

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