Ernst&Young Automobilhersteller 2012 Studie

2012 wies BMW mit 10,8 Prozent die höchste EBIT-Marge aller untersuchten Konzerne aus (Vorjahr: 11,7 Prozent). Hyundai ist dem bayerischen Autohersteller mit einer EBIT-Marge von 10,0 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent) aber weiter dicht auf den Fersen. Daimler liegt mit einer Marge von 7,5 Prozent knapp vor Kia (7,4 Prozent) auf dem dritten Platz. - Bild: Ernst&Young

 

Der Umsatz von Volkswagen, BMW und Co. stieg um 15 Prozent auf 384 Milliarden Euro, der operative Gewinn erhöhte sich leicht um einen Prozent auf 28,4 Milliarden Euro.

Japaner holen mächtig auf

Noch stärker als die deutschen Hersteller legten im vergangenen Jahr die japanischen Autokonzerne zu, deren Umsatz und Gewinn um 18 bzw. 108 Prozent stiegen – was allerdings in erster Linie auf den Einbruch im Vorjahr zurückzuführen ist: Die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe hatte bei den japanischen Unternehmen zu Produktionsstillständen und einem drastischen Absatzrückgang geführt.

Hersteller legen 2012 noch einen Zahn zu

Im Zehn-Jahres-Vergleich hingegen fahren die deutschen Hersteller der Konkurrenz aus Japan und vor allem den Autoherstellern aus den USA und Südeuropa davon: Während Volkswagen, Daimler und BMW ihren Umsatz seit 2003 um insgesamt 78 Prozent steigern konnten, legten die japanischen Unternehmen nur um 23 Prozent zu. Bei den südeuropäischen Herstellern lag der Umsatz um sieben Prozent unter dem Wert von 2003, der Umsatz der US-Hersteller schrumpfte sogar um 15 Prozent.

Die 17 größten Autokonzerne der Welt setzten im vergangenen Jahr insgesamt 1,32 Billionen Euro um ? das waren ? bereinigt um Wechselkursschwankungen – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Verkäufe legten zu: um sieben Prozent auf 67,2 Millionen Fahrzeuge.

Risiken nehmen zu – Autokonjunktur schwächelt

Nachdem sich die weltweite Autokonjunktur 2012 unterm Strich noch positiv entwickelt hat, mehren sich die Zeichen, dass in diesem Jahr der Gegenwind für die Autokonzerne zunimmt: “Der Start ins Jahr 2013 fiel unerwartet schwach aus”, so Fuß. “Europa stürzt weiter ab, und auch auf anderen wichtigen Märkten wie Indien oder Japan fehlen die Wachstumsimpulse.”

Zwar dürfte sich der wichtige US-Markt auch 2013 noch leicht positiv entwickeln, die Hoffnungen der Autobranche ruhten aber vor allem auf China, so Fuß: “In China gewinnt die Konjunktur wieder an Dynamik, wovon auch der Autoabsatz profitieren wird. Dementsprechend setzen die Hersteller derzeit massiv auf Wachstum in China, was wiederum den Konkurrenzdruck vor Ort verstärken wird.”
 
So erfreulich die positive Entwicklung in China sei ? die starke Abhängigkeit der Unternehmen vom chinesischen Markt berge neue Risiken: “China ist ein dynamischer, aber auch ein schwieriger Markt. Für viele Autobauer ist China inzwischen der wichtigste Wachstumstreiber ? eventuelle Rückschläge vor Ort können daher schnell massive Folgen haben.”

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanzkennzahlen der 17 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young quartalsweise erstellt.

Die gesamte Studie können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen.

Peter Fuß, Ernst & Young GmbH
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