Porsche Cayenne Turbo S

Einer der Absatz-Gewinner auf dem Krisen-Markt Russland ist Porsche. Bild: Porsche / press-inform

Der Absatz-Rückgang im ersten Halbjahr 2015 war mit 36 Prozent größer als nun im Juli. Was aussieht wie eine gute Nachricht täusche, so Jörg Schreiber, Vorsitzender des AEB Automobile Manufacturers Committee. Schließlich sei die Ausgangslage so dramatisch, dass es eigentlich kaum noch schlechter werden kann. Die Incentives der russischen Regierung haben zudem einen noch krasseren Absturz verhindert.

Während Volumenhersteller also in Russland weiter leiden, können einige Premiumhersteller satte Zuwächse einfahren. So steigerte Porsche seinen Absatz im Juli 2015 um 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. In Summe sind das 460 statt 385 Autos. In einem ähnlichen Bereich bewegen sich die Zuwächse bei Cadillac und Acura. BMW konnte seine Zahlen mit 2.180 abgesetzten Autos zumindest stabil halten. Lexus verbuchte ein kleines Plus von 5 Prozent.

Auch bei Mercedes sah es lange danach aus, als ob sie der allgemeinen Krise auf dem russischen Automarkt davon fahren könnten. Doch im Juli hat es nun die Schwaben getroffen. Rund 2.900 verkaufte Autos bedeuten ein Minus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Ebenfalls bemerkenswert: UAZ, russischer Hersteller von kleinen Geländewagen und Pick-Ups, konnte seine Verkäufe um 71 Prozent auf gut 5.100 steigern. Größter Verlierer bei den Volumenherstellern ist Great Wall. Die China-Marke erlebte im Juli einen Absatz-Sinkflug um 79 Prozent. Statt über 1.300 verkaufter Autos wie noch im Juli 2014 waren es im Juli dieses Jahres nicht einmal mehr 300.

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gp