Donald Trump im Oktober 2018

Donald Trump bei einem Auftritt in Arizona im Oktober dieses Jahres. Zur Zeit liegt der Zoll von Autos, die aus den USA nach China importiert werden, bei 40 Prozent. Bild: Gage Skidmore / Flickr

Peking wollte dies zunächst nicht bestätigen, dementierte die Darstellung Trumps aber auch nicht. Die Volksrepublik habe eingewilligt, Zölle auf Autoimporte aus den USA zu senken und zu beseitigen, erklärte der US-Präsident am Sonntagabend (2. Dezember, Ortszeit) auf Twitter.

Gefragt nach den Zollsenkungen, wich der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Montag einer direkten Antwort aus. Bei ihren Gesprächen am Rande des G20-Gipfels hätte beide Seiten am Wochenende eine "Konsens über wirtschaftliche Probleme erreicht", sagte der Sprecher. Auch habe man sich darauf geeinigt, keine neuen Strafzölle zu verhängen. Es werde nun an einem "konkreten Abkommen" gearbeitet, um den Handelskonflikt beizulegen.

China hatte vor Monaten die Zölle für die Einfuhr ausländischer Autos von 25 Prozent auf 15 Prozent gesenkt. Als Reaktion auf den eskalierenden Handelsstreit mit den USA wurden die Abgaben für US-Autobauer jedoch kurze Zeit später auf 40 Prozent erhöht. Das Pekinger Handelsministerium, das sich in der Regel zu Zollfragen äußert, reagierte am Dienstag zunächst nicht auf den Tweet von Trump.

Am Wochenende hatten die beiden größten Volkswirtschaften der Welt beim G20-Gipfel in Buenos Aires eine weitere Eskalation in ihrem erbittert geführten Handelskrieg vorerst abgewendet. Die USA versprachen, ihre zusätzlichen Zölle auf chinesische Einfuhren vorerst nicht wie geplant zu erhöhen oder auszuweiten. Im Gegenzug sicherte China zu, seine Importe aus den USA zu erhöhen, um das Handelsungleichgewicht zu verringern. "Es war ein erstaunliches und produktives Treffen mit unbegrenzten Möglichkeiten sowohl für die USA als auch China", sagte Trump.

Der Burgfrieden ist nach Angaben des Weißen Hauses mit einer Frist verknüpft, in der China weitere Konzessionen machen muss. Beide Seiten wollen laut Trumps Sprecherin Sarah Sanders versuchen, ihre Differenzen innerhalb von 90 Tagen beizulegen. Wenn bis dahin keine Einigung erzielt werden könne, würden die USA ihre Pläne für eine Erhöhung der Sonderabgaben auf Importe aus China im Wert von 200 Milliarden US-Dollar von 10 auf 25 Prozent doch umsetzen. China bestätigte diese Frist bislang nicht.