Ford_US-Werk_Wayne

Im Ford-Werk Wayne liegt bislang ein Schwerpunkt auf der Fertigung von Kompaktwagen, nun soll das Werk auf die Produktion von Trucks und SUVs aufgerüstet werden. Bild: Ford

| von Frank Volk

Mit der jetzt offiziell bestätigten Investition in Höhe von 1,2 Millionen US-Dollar unterfüttert der Autobauer zwei strategische Ansätze: zum einen steckt Ford das Geld in Modernisierung und Kapazitätsausbau für die in den USA stark gefragten Trucks; zum anderen in den Auf- und Ausbau der Infrastruktur für autonomes Fahren und Digitalisierung. So fließen die gegenüber der ursprünglichen Planung aufgestockten 350 Millionen US-Dollar zum Großteil in den Bau eines Datencenters in Flat Rock.

Der dickste finanzielle Brocken geht aber in die Fertigung von automobiler Großkaliber. Für 850 Millionen US-Dollar wird die Michigan Assembly Plant in Wayne, wo bislang ein Fertigungsschwerpunkt bei Kompaktmodellen liegt, auf die Produktion von Trucks und SUV vorbereitet.  Die US-Autobauer rechnen mit einer starken Nachfrage nach diesen US-Urmobilen – beflügelt wird diese Erwartung durch die jetzt angekündigte Lockerung von Umweltvorschriften durch die US-Regierung.

Alles auf automobile Großkaliber 

US-Präsident Donald Trump jubelte unterdessen zur Ford-Entscheidung via Twitter: „Car compoanies coming back to US. JOBS! JOBS! JOBS!“ Trump hatte bereits im Vorfeld der Wahl erheblich Druck gegenüber der Autoindustrie aufgebaut, Arbeitsplätze im  Land zu halten und insbesondere nicht nach Mexiko zu verlagern.

 Dabei hatte er gegen Ford ein regelrechtes Feindbild aufgebaut. Ford war nach der Wahl Trumps denn auch der erste Hersteller, der den Bau eines bereits beschlossenen Werks für Kompaktwagen in Mexiko  wieder abgeblasen hat und statt dessen hohe Investitionen in den USA ankündigte – freilich unter Betonung, dass dies rein gar nichts mit den Drohungen des US-Präsidenten zu tun gehabt hätte. Als Grund führte man neue strategische Überlegungen an.

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