Auto von Uber mit selbstfahrendem System in San Francisco.

Es gab Spekulationen, dass der Mitgründer Travis Kalanick zu Uber zurückkommen würde. Bild: Volvo/Uber

Chairman Garret Camp stellte dies gegenüber den Mitarbeitern klar und reagierte damit auf Spekulationen, der Fahrdienstvermittler könnte den Mitgründer zurückholen.

"Travis kommt nicht als CEO zurück", schrieb Camp, seinerseits Mitgründer von Uber, in einer Mail an die Mitarbeiter, in die das Wall Street Journal Einblick hatte. "Wir wollen einen neuen Weltklasse-CEO holen, um Uber zu führen."

Camp schrieb, er wolle die Spekulationen über eine Rückkehr Kalanicks auf den CEO-Posten eindämmen, nachdem das Thema bei einer Sitzung vergangene Woche aufgekommen sei. Uber hat die Liste der potenziellen neuen CEOs Informanten zufolge auf drei zusammengestrichen, darunter sei auch der frühere Chef von General Electric, Jeff Immelt.

Kalanick war im Juni von einer Investorengruppe aus seinem Amt gedrängt worden. Uber, das mittlerweile mit 68 Milliarden US-Dollar bewertet wird, hatte zuvor monatelang mit Skandalen und negativer Presse zu kämpfen. So musste sich das Unternehmen etwa mit Vorwürfen des Sexismus und der sexuellen Belästigung auseinandersetzen. Außerdem liefert es sich derzeit eine juristische Auseinandersetzung mit der Google-Mutter Alphabet um gestohlene Firmengeheimnisse. Auch andere Top-Posten sind derzeit vakant, etwa Finanzen, Marketing und die Leitung des operativen Geschäfts.

Ein Uber-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab. Kalanick und Camp reagierten nicht auf Kommentaranfragen. Zuerst hatte die Webseite Recode über die Mail des Chairman berichtet.

Einige Mitglieder des Boards waren Informanten zufolge überrascht von dem Schreiben Camps. Sie seien im Vorfeld nicht informiert worden. Camp sei überdies gar nicht Mitglied des Board-Ausschusses, der mit der Suche nach einem neuen CEO betraut ist.