Nuro.ai Roboterautos

Riesen-Finanzspritze für Nuro.ai: Die Firma startete Ende vergangenen Jahres einen ersten Lieferservice in der Stadt Scottsdale im US-Staat Arizona. Bild: Nuro.ai

Die Roboterwagen-Firma Nuro.ai, die ein kleines vollautomatisches Lieferfahrzeug entwickelt hat, bekommt eine Riesen-Finanzspritze von 940 Mio Dollar (rund 834 Mio Euro). Geldgeber ist der Investitionsfonds des japanischen Technologiekonzerns Softbank, wie Nuro.ai am Montag (11. Februar 2019) mitteilte.

Die Roboterwagen-Firma Nuro.ai, die ein kleines vollautomatisches Lieferfahrzeug entwickelt hat, bekommt eine Riesen-Finanzspritze von 940 Mio Dollar (rund 834 Mio Euro). Geldgeber ist der Investitionsfonds des japanischen Technologiekonzerns Softbank, wie Nuro.ai am Montag mitteilte. Das Fahrzeug der kalifornischen Firma sieht aus wie ein stark verkleinerter Lieferwagen. Hinter zwei Ladeklappen an seiner Seite ist Platz zum Beispiel für mehrere Einkaufstüten oder Kartons. Das Modell mit dem Namen R1 soll ohne menschlichen Fahrer auskommen - und sieht auch keinen Platz oder Steuerelemente für ihn vor. Die Firma startete Ende vergangenen Jahres einen ersten Lieferservice in der Stadt Scottsdale im US-Staat Arizona. Die Gründer der Firma arbeiteten zuvor unter anderem in Googles Roboterwagen-Programm, das heute in der Firma Waymo zusammengefasst ist.

Es gab zunächst keine Angaben dazu, welchen Anteil Softbanks Vision-Fonds für die Geldspritze bekam. Der Fonds hatte nahezu 100 Mrd Dollar für Investitionen in die Tech-Branche eingesammelt und stieg damit unter anderem groß beim Fahrdienst-Vermittler Uber ein. Er war zuletzt aber auch umstritten, weil ein erheblicher Teil des Geldes von Saudi-Arabien kommt. Diese Kooperation wird nach der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul im vergangenem Herbst unter anderem in den USA kritisiert.