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Reine Elektroautos befinden sich aktuell in einer Imagefalle: Potenzielle Käufer bewerten Elektrofahrzeuge insgesamt wenig attraktiv, was Fahrspaß, Design und Sportlichkeit angeht. Bild: Continental

Das ergab eine für Autofahrer in Deutschland repräsentative Umfrage des Autozulieferers Continental. Gut zwei Drittel bewerten E-Autos demnach zwar als umweltfreundlich und vernünftig. Doch nur rund jeder Vierte sieht die kaufentscheidenden Imagefaktoren Fahrspaß, attraktives Design und Sportlichkeit gegeben.

Laut der Umfrage sank zuletzt auch spürbar die Bereitschaft, in vier bis zehn Jahren ein E-Auto zu kaufen. In der Gruppe junger Leute bis 30 Jahre sanken die Werte von 47 auf 34 Prozent. Die Gruppe mittleren Alters (31 bis 59) zeigt den gleichen Trend (46 auf 35 Prozent). Und ausgerechnet in der kaufstarken Gruppe ab 60 Jahren stabilisiere sich “eine zurückhaltende Haltung auf einem Niveau von 40 Prozent”. Alle Studienergebnisse will der Dax-Konzern am 29. Januar vorlegen.

Continental-Vorstand José Avila schlussfolgert: “Nach dem Boom vor einigen Jahren befinden sich reine Elektroautos aktuell in einer Imagefalle.” So zeigt die regelmäßig erhobene Umfrage auch, dass bei jungen Autofahrern seit 2011 die Zahl derjenigen sprunghaft anstieg (von 0 auf 20 Prozent), die auf ein E-Auto nur dann umstiegen, wenn Verbrennungsmotoren überhaupt nicht mehr zur Verfügung stünden.

Einen Ausweg sieht Avila in der Kombination der E-Antriebe mit Dieseln und Benzinern. Dies erlaube es Autofahrern bei vernünftigen Kosten auch, “erste Erfahrungen mit Elektromobilität zu sammeln”. Zunehmende Hybridisierung inklusive der 48-Volt-Technik werde der Elektromobilität den Weg bereiten.

Auch in Bezug auf die Entwicklung des Images von E-Fahrzeugen zeigte sich Avila zuversichtlich: “Hybridfahrzeuge können Akzeptanz für Elektroautos schaffen. Autofahrer haben die Möglichkeit, in Hybridfahrzeugen streckenweise rein elektrisch unterwegs zu sein und den damit verbundenen Fahrspaß zu erleben.” Avila sah sich von den Studienergebnissen insgesamt bestätigt, sowohl weitere Verbrauchspotentiale im Verbrenner zu erschließen und gleichzeitig die Strategie der schrittweisen Elektrifizierung des Antriebsstrangs konsequent voranzutreiben.

Für die Studie hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag von Continental Autofahrer repräsentativ in Deutschland und den USA, sowie qualitativ in Frankreich, Japan und China befragt. Darüber hinaus wurden Experten aus Wissenschaft und Automobilindustrie interviewt.

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dpa-AFX/ks