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GM kommt aufgrund der Mega-Rückrufwelle nicht zur Ruhe. Jetzt droht eine Milliardenklage. Bild: GM

Während GM-Chefin Mary Barra bei ihrem zweiten Auftritt vor dem Senatsausschuss in die Zange genommen wurde, kommen auf den US-Autobauer von juristischer Seite dunkle Wolken zu. So bereitet die auf Verbraucherklagen spezialisierte US-Anwaltskanzlei Hagens Berman eine Sammelklage gegen GM vor. Inhalt: Durch die Mega-Rückrufwelle, bei der in diesem Jahr bereits 20 Millionen Fahrzeuge von GM-Marken in die Werkstätten gerufen, sei die Marke derart beschädigt, dass der Wert aller Wagen des größten US-Autobauers gelitten habe. Die vermeintliche Wertminderung will Hagen Bermanns nun über eine Sammelklage erstreiten. Wie die Anwaltskanzlei am Mittwoch (18. Juni) in Seattle ankündigte, geht es dabei um Schadensersatzforderungen in Höhe von 10 Milliarden Dollar.

GM muss sich bereits mit einer Reihe von Klagen auseinandersetzen im Zusammenhang mit defekten Zündschlössern, etwa von Unfallopfern oder den Besitzern der konkret betroffenen Wagen. Die neue Sammelklage würde die Zahl der möglicherweise Anspruchsberechtigten vervielfachen. Hagens Berman geht von Wertverlusten zwischen 500 und 2600 Dollar pro Auto aus. Die Kanzlei ist in der Szene nicht unbekannt: 2009/10 hatte Hagens Berman für Toyota-Besitzer nach dem Massenrückruf der Japaner einen milliardenschweren Schadenersatz ausgehandelt.

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Frank Volk