Chrysler Ram Pick-up-Truck

Die US-Autokäufer interessierten sich vor allem für Geländewagen. Pick-ups mit ihrer Ladefläche werden gerne von Handwerkern und Baufirmen genutzt. - Bild: Chrysler

Das geht wie aus den am Montag veröffentlichten Verkaufszahlen hervor. Hintergrund ist, dass die Wirtschaft im Land angezogen hat und Pick-ups mit ihrer Ladefläche gerne von Handwerkern und Baufirmen genutzt werden.

Marktführend blieb dabei die Opel-Mutter General Motors mit einem plus von 3,1 Prozent auf rund 253.000 Fahrzeuge. Ford kam auf einen Zuwachs von 14 Prozent auf knapp 247.000 Fahrzeuge, Toyota als Nummer drei in den USA auf 208.000 (plus 2,5 Prozent) und Chrysler auf rund 166.000 (plus elf Prozent).

Volkswagen muß Absatzrückgang hinnehmen

VW fehlt ein solcher Lastesel im Programm und die Wolfsburger mussten den zweiten Monat in Folge einen Verkaufsrückgang hinnehmen. Allerdings lag das Minus im Mai mit zwei Prozent deutlich unter dem Rückgang aus dem April von 10 Prozent. Das neue Beetle Cabrio kam gut bei den Kunden an, der Golf hingegen schlechter. Verkaufsschlager sind weiterhin der Jetta und der Passat, durch die VW in den vergangenen drei Jahren in den USA kräftig gewachsen war. Allerdings sind die Absatzzahlen für Europas größten Autobauer ein deutlicher Rückschlag für die US-Expansion.

Audi und BMW können Absatz deutlich steigern

Die Schwestermarke Audikonnte ihre Verkäufe um 15 Prozent steigern. Vor allem die Limousine A5 sowie die Geländewagen Q5 und Q7 legten zu. “Unsere Händler haben nicht genug Autos, um die Nachfrage decken zu können”, erklärte Audi-Manager Mark Del Rosso. Die ebenfalls zu VW gehörende Marke Porsche konnte ihre Verkäufe sogar um 38 Prozent steigern dank des neuen Sportwagen-Gespanns Boxster und Cayman sowie des Geländewagens Cayenne.

BMW legte um 14 Prozent zu, wobei hier vor allem die Limousinen der 3er Baureihe gefragter waren. Dagegen schmolzen die Verkäufe der Tochtermarke Mini um drei Prozent. “Das Vertrauen der Kunden wächst und wir erwarten noch mehr erfolgreiche Monate”, erklärte Landeschef Ludwig Willisch. Mit 31.174 Autos der Marken BMW und Mini waren es 10,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Auch der Rivale Daimler zeigte sich zufrieden. Die Stuttgarter verkauften zehn Prozent mehr Mercedes-Pkw und -Geländewagen und 16 Prozent mehr Smart-Kleinwagen. Nur die Sprinter-Transporter fanden weniger Abnehmer als im Vorjahresmonat. Insgesamt seien im vergangenen Monat 27.359 Pkw der Marken Mercedes-Benz und Smart sowie Sprinter-Transporter verkauft worden und damit 8,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Sportwagenhersteller Porsche hat im Mai wieder einen Absatzrekord eingefahren. Mit 3.928 Fahrzeugen wurden 38 Prozent mehr verkauft als vor einem Jahr. Das war der absatzstärkste Mai aller Zeiten. Seit Jahresbeginn fanden 17.609 Autos neue Eigentümer – 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Verkaufsfavorit bleibt der sportliche Geländewagen Cayenne. Dagegen wurden kaum Panamera gekauft, da Porsche bald ein Nachfolgemodell auf den Markt bringt.

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dpa/Guido Kruschke