US-Automarkt General Motors

Bei US-Marktführer GM hielt sich der Absatzrückgang im ersten Quartal mit minus sieben Prozent noch in Grenzen. Allerdings nahm die Corona-Krise in den USA erst im März richtig Fahrt auf. Bild: GM

| von Roswitha Maier

Marktführer General Motors und der Rivale Fiat Chrysler meldeten nun kräftige Rückgänge bei den Verkaufszahlen für das erste Quartal. Auch Volkswagen musste bereits erhebliche Abstriche machen. Besonders die März-Zahlen sind ein schlechtes Omen für das, was noch kommen dürfte.

VW verkaufte in den vergangenen drei Monaten 75.075 Autos und damit 13 Prozent weniger als im Vorjahr. Von Januar bis Februar stiegen die Verkäufe noch um 9,4 Prozent, bis sie im März wegen der Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 um 42 Prozent einbrachen. Der Fokus liege nun auf größtmöglicher Stabilität für Kunden, Mitarbeiter und Händler, sagte Vertriebsmanager Duncan Movassaghi.

Auch Porsche bekam die Corona-Krise bereits deutlich zu spüren. Mit 11.994 Autos wurde der Oberklassehersteller 20,2 Prozent weniger Fahrzeuge los als im Vorjahreszeitraum. Wie in Europa mussten auch in den USA viele Händler schließen. Trotz der kurzfristigen Unsicherheit wolle Porsche allen Mitarbeitern und Kunden Sicherheit und Hilfe bieten, sagte US-Chef Klaus Zellmer. Das werde Porsche darauf vorbereiten, umso energischer zurückzukommen. Bei Audi sanken die Verkäufe in den ersten drei Monaten im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 41.367 Autos.

Auch BMW musste einen deutlichen Absatzrückgang verkraften. Besonders deutlich war das Minus bei der Marke Mini mit 35,1 Prozent. Die Marke BMW verzeichnete einen Rückgang von 15,3 Prozent.

Bei US-Marktführer GM hielt sich der Absatzrückgang im ersten Quartal mit minus sieben Prozent noch in Grenzen. Allerdings nahm die Corona-Krise in den USA erst im März richtig Fahrt auf - für diesen Zeitraum weist der Autokonzern keine konkreten Zahlen aus. Am deutlichen Quartalsminus lässt sich aber schon erkennen, wie düster die Lage ist. Fiat Chrysler verkaufte in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent weniger Autos auf dem US-Markt. Der zweitgrößte US-Autobauer Ford will seine Zahlen erst an diesem Donnerstag vorlegen.

Noch deutlicher wurden die verheerenden Folgen der Corona-Pandemie fürs Geschäft bei den Herstellern, die monatliche Absatzbilanzen veröffentlichen. Hyundai etwa wurde im März 43 Prozent weniger Neuwagen bei US-Kunden los als im Vorjahr. Mazda und Mitsubishi erlitten Einbußen um 42 Prozent beziehungsweise um 52 Prozent.