Der Autoabsatz in den USA steht vor weiteren Rekordjahren, das hilft auch deutschen

Der Autoabsatz in den USA steht vor weiteren Rekordjahren, das hilft auch deutschen Premiumherstellern wie BMW (im Bild Fertigung im Werk Spartanburg) Bild: BMW

Von der lahmen Ente zur globalen Absatzlokomotive. War der US-Automarkt im Gefolge der Lehman-Krise komplett am Boden und sagten damals viele Experten voraus, dass mit dem Markt als Wachstumstreiber dauerhaft nicht mehr zu rechnen sei, hat sich das Bild inzwischen drastisch gewandelt. Schneller als erwartet erholte sich der hinter China zweitgrößte Absatzmarkt der Welt. Und in Zeiten, in denen nun China zu Schwäche neigt, gilt Nordamerika als solider Pfeiler für die globalen OEM, zuvorderst die deutschen Premiumhersteller.

Laut einer neuen Prognose von IHS Automotive steuert der US-Markt schnurstracks auf ein neues historisches Absatzhoch zu. Das noch bestehende aus dem Jahr 2000 notiert bei 17.4 Millionen Einheiten. Dieses wird im laufenden Jahr mit 17,31 noch knapp verfehlt, fällt dann aber 2016, wenn der Autoabsatz auf 17,76 Millionen klettert. Damit ist die Rekordfahrt am US-Markt nicht beendet: 2017 sehen die Marktexperten die Marke von 18 Millionen Neuzulassungen fallen. Die Absatzzahl soll dann bei 18,2 Millionen Einheiten liegen. Danach müssen sich die Hersteller allerdings auf sinkende Zahlen einstellen. Zum Ende des Prognosehorizonts 2022 erwratet IHS dann “nur” noch 16,97 Millionen Einheiten.

Getrieben wird das Wachstum von niedrigen Benzinpreisen, günstigen Krediten und einer solide laufenden Wirtschaft.

Produktionszuwachs aus Mexiko

Parallel zur positiven Absatzentwicklung sieht IHS auch ein Anziehen der Fahrzeugproduktion von 17,5 Millionen Einheiten im laufenden Jahr auf 19 Millionen bis 2019/2020. Allerdings wird die US-Autoindustrie davon nur bedingt profitieren. Ein Großteil des Produktionszuwachses komme aus Mexiko, wo derzeit massiv in neue Fertigungsanlagen investiert wird. Darunter auch die deutschen Hersteller Audi, BMW und Daimler.

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Frank Volk