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Volkswagen stößt mit den Konditionen der geplanten Komplettübernahme des schwedischen Lkw-Bauers Scania nicht bei allen Investoren auf Widerstand. Bild: Scania

“Nach Abwägung der Alternativen hat das Unternehmen die Andienung gewählt, weil dies im besten Interesse seiner Kunden ist”, teilte Gamco mit. Die Volkswagen AG, die bereits knapp 63 Prozent des Kapitals von Scania besitzt, hatte im Februar für die restlichen Aktien ein Angebot von 200 Schwedischen Kronen je Stück unterbreitet, umgerechnet rund 22 Euro. Das entsprach seinerzeit einem Aufschlag von 36 Prozent auf den Aktienkurs. Doch viele schwedische Institutionen, die an Scania beteiligt sind, reagierten kühl auf die Offerte. So kündigte am Dienstag der Pensionsfonds Skandia an, das Angebot abzulehnen, weil es nicht den langfristigen Wert des Unternehmens widerspiegele.

Gamco allerdings will ihre Scania-Beteiligung andienen und die größer als die der drei Fonds zusammen.

Mit der Übernahme, die Scania mit über 6,5 Milliarden Euro bewertet, will der Wolfsburger Konzern die nur schleppend vorankommende Nutzfahrzeug-Allianz von Scania, MAN und Volkswagen unter dem eigenen Konzern-Dach vorantreiben. Volkswagen hält 89 Prozent der Stimmrechte an Scania. Einige Analysten hatten angemerkt, eine Prämie von 36 Prozent sei eigentlich zu hoch für eine vollständige Kontrolle des schwedischen Unternehmens.

Im März hatte allerdings ein unabhängiger Ausschuss aus einigen Mitgliedern des Scania-Boards die Offerte als zu niedrig eingestuft. Sie reflektiere nicht den langfristigen Wert des Unternehmen basierend auf seinen Wachstumsperspektiven, technologischen Fähigkeiten und den möglichen Synergien aus dem Deal. Die Empfehlung des Ausschusses zur Ablehnung des Angebots sandte eine negative Botschaft an die Beobachter des Deals, aber Volkswagen wies die Empfehlung zurück und erklärte, der Konzern werde das Angebot nicht aufstocken.

Die Scania-Aktionäre haben noch bis zum 25. April Zeit die Offerte anzunehmen. Sollte der deutsche Autobauer nicht mindestens 90 Prozent des Aktienkapitals erhalten, könnte er sein Angebot zurücknehmen.

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Dow Jones Newswires / Andreas Karius