Jeep

Ab in die Werkstatt: Viele Autos wie der Jeep Grand Cherokee waren schon öfter von Rückrufen betroffen. Notwendige Reparaturen wurden aber nicht immer durchgeführt. Bild: Chrysler

Am 20. August geht in den USA eine Webseite online, die den Besitzern und Käufern von Gebrauchtwagen zeigen soll, ob das Auto von einem Rückruf betroffen war und ob die notwendige Reparatur durchgeführt wurde.

Die zwei wichtigsten US-Automobilverbände hatten erfolglos bei der National Highway Traffic Administration (NHTSA) darum gebeten, den Starttermin der Homepage zu verschieben. Mittlerweile hat sich die Alliance of Automobile Manufacturers, welche neben den US-Marken auch Volkswagen, BMW und Mercedes vertritt, sich mit dem Starttermin arrangiert und sogar die Bemühungen der US-Behörde ausdrücklich gelobt. “Wir sind diesbezüglich absolut kooperativ. Schließlich wollen wir alle das von Rückrufen betroffene Autos zügig repariert werden”, erklärte ein Sprecher des Automobilverbandes. Zunächst erschien es vielen Autobauern zu teuer und zu aufwendig die Daten an die NHTSA zu übermitteln.

Auf der Webseite safercar.gov können Käufer von Gebrauchtwagen die Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN) des Autos eingeben, um zu sehen, ob das Modell von Rückrufen betroffen war und vor allem, ob der Wagen auch schlussendlich repariert worden ist. Die Homepage erscheint absolut sinnvoll vor dem Hintergrund, dass lediglich 75 Prozent der von einem Rückruf betroffenen Wagen tatsächlich repariert werden. Alle Autobauer, die mehr als 25.000 Fahrzeuge jährlich produzieren, sind verpflichtet die notwendigen Daten an die NHTSA zu übermitteln.

Einhergehend mit der Homepage kommen auch strengere Rückruf-Vorschriften der NHTSA auf die Autobauer zu. Autobesitzer müssen in Zukunft schneller und deutlicher von den OEMs benachrichtigt werden, wenn ein Rückruf notwendig ist.

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Gabriel Pankow