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BMW und sein Zulieferer Bosch müssen sich mit Vorwürfen von US-Klägern wegen Abgas-Manipulationen auseinandersetzen. BMW und Bosch wollen den Rechtsstreit nicht kommentieren. Bild: Bosch

Der deutsche Autobauer BMW und sein Zulieferer Bosch müssen sich erneut mit Vorwürfen von US-Klägern wegen angeblicher Abgas-Manipulationen auseinandersetzen. In einem seit März 2018 laufenden Rechtsstreit legte die für hartnäckige Sammelklagen bekannte Kanzlei Hagens Berman am Montag (23. September 2019) mit einer überarbeiteten Klageschrift nach.

Die Klägeranwälte beschuldigen die Unternehmen, mit einer speziellen Software Emissionswerte frisiert zu haben - ähnlich wie Volkswagen im Dieselgate-Skandal. Der zuständige Richter Kevin McNulty hatte die Klage im Juni abgewiesen, den Klägern aber Gelegenheit gegeben, ihre Vorwürfe zu überarbeiten.

Laut Klägeranwalt Steve Berman wurden inzwischen umfassende zusätzliche Abgastests durchgeführt, deren Ergebnisse die angeblichen Manipulationen belegen. Konkret geht es bei der Klage um „Zehntausende“ X5- und 335d-Modelle, die zwischen 2009 und 2013 unter falschen Versprechen zur Umweltverträglichkeit verkauft worden sein sollen. Der Schadstoffausstoß überschreite die US-Grenzwerte um das bis zu 27-fache, behaupten die Kläger. BMW teilte auf Nachfrage mit, den Rechtsstreit nicht zu kommentieren. Prinzipiell gelte, dass BMW-Autos mit allen legalen Vorschriften im Einklang seien. Ein Sprecher von Bosch erklärte: „Wir äußern uns aufgrund sensibler rechtlicher Rahmenbedingungen nicht zu laufenden Verfahren.“