Tesla Model 3

Einem kalifornischen Gericht zufolge hat Tesla eine Reihe von Vorschriften des National Labour Relations verstoßen und das Grundrecht von US-Arbeitnehmern gebrochen haben, sich in Gewerkschaften organisieren zu dürfen. Bild: Tesla

| von Stefan Grundhoff

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, befasst sich das Urteil mit Beschwerden von Arbeitnehmern und der Gewerkschaft United Auto Workers Union, die beim National Labour Relations Board (NLRB) eingereicht wurden. Darin geht es um mutmaßliche Maßnahmen von Tesla im Jahre 2017 mit dem Ziel, Mitarbeiter davon abzubringen, einer Gewerkschaft beizutreten. Unter den genannten Vorfällen ist auch ein Twitter-Beitrag von Tesla-CEO Elon Musk, wonach Mitarbeiter, die einer Gewerkschaft beigetreten sind, Aktienoptionen mit Unternehmensvergütung aufgeben würden.

Demnach hat der Richter Tesla angewiesen, einem entlassenen gewerkschaftsfreundlichen Mitarbeiter die Wiedereinstellung und die Rückzahlung anzubieten bzw. die an einen anderen Mitarbeiter gerichtete Verwarnung zu widerrufen. Ferner verpflichtete das Gericht Tesla dazu, in seinem kalifornischen Werk in Fremont ein Treffen zum Thema Gewerkschaften abzuhalten, woran Elon Musk teilnehmen müsse. Eine Berufung gegen das Urteil ist möglich.

Das Urteil ist das Ergebnis einer Reihe von Beschwerden, die beim NLRB eingereicht wurden. Wie Bloomberg weiter berichtet, überwacht das NLRB zwar das Verhalten von Unternehmen in Arbeitsfragen überwacht, seine Fähigkeiten sind jedoch begrenzt. Der Vorstand kann von Unternehmen die Wiedereinstellung und Rückzahlung von Löhnen für illegal entlassene Arbeitnehmer verlangen. Er kann jedoch keine Strafschadenersatzzahlungen verhängen oder Führungskräfte für Verstöße persönlich haftbar machen.