Aufatmen Bei Toyota. Eine von der US-Regierung in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es offenbar keine eindeutigen Belege gibt, die für eine ungewollte Beschleunigung der Fahrzeuge des japanischen Herstellers sprechen. Dieses Resultat kommt für Toyota zu einem günstigen Zeitpunkt.Die Nachricht hätte zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Eine vorläufige Studie der US-Regierung entkräftet den Verdachte, Fahrzeuge des japanischen Autobauer Toyota könnten ungewollt beschleunigen.

Gerade im Vorfeld der anstehenden Klagewelle der Fahrzeughalter verschafft dieses Ergebnis dem japanischen Autobauer eine dringend benötigte Atempause.

Zumal das Resultat deutlich ist. Die Auswertung der Datenschreiber von 58 Fahrzeugen ergab, dass 35 Fahrer vor dem Unfall überhaupt nicht gebremst hatten. Im Gegenteil: Etwa die Hälfte hat  kurz vor dem Unfall das Gaspedal getreten, 14 Autos wurde nur halbherzig abgebremst.

Toyota musste seit Ende 2009 wegen Qualitätsproblemen rund 9,5 Millionen Autos zurückrufen und zahlte wegen schlechter Informationspolitik über die Pannenserie in den USA eine Rekordstrafe von 16,4 Millionen Dollar (12,5 Millionen Euro). Bei der US-Regierung gingen etwa 3.000 Beschwerden wegen plötzlicher Beschleunigung von Toyota-Fahrzeugen ein. Der weltgrößte Autobauer macht in seinen eigenen Untersuchungen klemmende Fußmatten, blockierende Gaspedale und die Verwechslung von Pedalen für die Zwischenfälle verantwortlich.