3,0 Liter-Sechszylinder-TDI-Motor von Audi.

3,0 Liter-Sechszylinder-TDI-Motor von Audi: Betroffen von dem Ultimatum der US-Behörden sind Fahrzeuge von Volkswagen, Audi und Porsche der Modelljahre 2009 und neuere Modelle. Bild: Audi

Die kalifornische Umweltbehörde CARB teilte am Mittwoch (25.11.) mit, Volkswagen, Audi und Porsche eine Frist von 45 Geschäftstagen gesetzt zu haben, um einen Rückrufplan für die betroffenen Fahrzeuge mit 3,0-Liter-Dieselmotoren einzureichen.

Die US-Umweltbehörde EPA erklärte, die Rückruf-Order beschränke sich formal zunächst auf Kalifornien. Bislang habe VW in dem Fall noch keine Pläne zur Beseitigung der Manipulationen unterbreitet, sagte eine EPA-Sprecherin.

Der VW-Konzern hatte eingeräumt, den US-Behörden seit 2009 in Zulassungsverfahren insgesamt drei Programme nicht offengelegt zu haben. Eines davon wird nach geltender US-Gesetzgebung als verbotene Software zur Manipulation von Abgas-Messwerten betrachtet.

Betroffen sind mehr als 85.000 Fahrzeuge, davon rund 15.000 in Kalifornien. Zudem hat VW in den USA bei mehr als 480.000 Autos mit kleineren 2,0-Liter-Dieselmotoren getrickst. Mitte September hatte Volkswagen eingeräumt, weltweit elf Millionen Dieselfahrzeuge mit verbotenen Software-Programmen ausgestattet zu haben.

Der Autokonzern hat nach Informationen der Welt (Donnerstag) noch weitere Software-Probleme. Dabei gehe es um die Computer-Steuerung für die Rückgewinnung von Energie, mit der die Autobatterien geladen werden können. “Es gibt eine Fehlfunktion bei der fraglichen Software”, zitiert die Zeitung einen Unternehmenssprecher. Derzeit werde ermittelt, welche Autos in welchen Baureihen von den Problemen betroffen sind. Ein Rückruf werde erwogen – wahrscheinlicher sei aber, den Fehler im Rahmen von Inspektionen zu beheben. In dem Fall geht es dem Bericht zufolge jedoch nicht um Manipulationen oder Falschangaben.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat nach Angaben von Volkswagen vom Mittwoch die Umbaupläne für einen großen Teil der manipulierten Dieselautos aus dem Konzern abgesegnet. Rund 8,2 Millionen Wagen mit kleineren 1,6- und 2,0-Liter-Motoren können demnach ab Anfang kommenden Jahres in der Werkstatt so eingestellt werden, dass sie die Grenzwerte für gesundheitsschädliche Stickoxide einhalten sollen. Die endgültige Freigabe steht allerdings noch aus.

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dpa/ks