Elon Musk

Tesla-Chef Musk hält die Maßnahmen wegen des Coronavirus für übertrieben. Nun wurde er am Dienstag von den kalifornischen Behörden angewiesen, die Produktion im Werk in Fremont doch einzustellen. Bild: Tesla

| von Roswitha Maier

Ein GM-Sprecher wollte die neuen Maßnahmen nicht kommentieren, er sagte nur, der Konzern hätte mehrere Wochen an Maßnahmen zur Abmilderung der Auswirkungen des Virus gearbeitet. Ein Sprecher für Fiat Chrysler bestätigte, das Unternehmen habe zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen zugestimmt. Ford war nicht unmittelbar für eine Stellungnahme zu erreichen.

Ford hatte am Dienstagabend bestätigt, dass das Werk in Chicago temporär geschlossen sei, weil Teile fehlten. Ein benachbartes Werk des Ford-Zulieferers Lear schloss temporär, nachdem zwei Arbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden sind, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Das Werk sei zum Desinfizieren geschlossen worden, nachdem ein Arbeiter positiv getestet worden war und ein anderer wahrscheinlich an Covid-19 erkrankt ist, sagte ein Lear-Sprecher. Das Ford-Werk, in dem die SUVs Ford Explorer und Lincoln Aviator hergestellt werden, wird den Informanten zufolge mindestens für die Achtstundenschicht am Dienstag und einen Teil des Mittwochs geschlossen bleiben.

Ford erwäge, in einigen seiner US-Fabriken weniger Schichten zu arbeiten, um das Risiko für die Beschäftigten zu begrenzen, es sei aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. In Europa haben Ford und andere große Autokonzerne ihre Fabriken angesichts der Ausbreitung des Virus vorübergehend geschlossen.

Tesla wurde am Dienstag von den kalifornischen Behörden angewiesen, die Produktion im Werk in Fremont einstellen. Die lokalen Behörden hatten angeordnet, dass Menschen zu Hause bleiben sollten, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Die Schließung von Werken führt zu einem sofortigen Gewinnrückgang für die Autofirmen, die ihre Umsätze bereits mit der Lieferung an die Autohändler buchen. Ein 40-tägiger Streik in den US-Werken von GM im vergangenen Herbst hat dem Unternehmen 3,6 Milliarden Dollar an Einnahmen entzogen.