Die defekten Zündschlösser von GM sorgten nicht für Millionen von Rückrufen, sondern auch für

Die defekten Zündschlösser von GM sorgten nicht für Millionen von Rückrufen, sondern auch für eine Reihe von Todesfällen. Bild: GM

Als Folge des Rekordjahrs will die US-Regierung, das Budget der Verkehrsbehörde NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) zu verdreifachen. Darüber hinaus ist geplant das Personal der Behörde zu verdoppeln. Zwei komplett neue Abteilungen sollen entstehen. Ihre Aufgabe ist es sicherheitsrelevante Probleme noch früher aufzudecken.

GM ist Rückruf-Spitzenreiter

Die bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2004. Über 30 Millionen Fahrzeuge waren damals betroffen. Dass die Rückrufe sich im vergangenen mehr als verdoppelt haben, ist vor allem die Schuld von General Motors. Der größte US-Autobauer musste laut einer NHTSA-Statistik allein 27 Millionen Autos wegen teils gravierender Mängel reparieren lassen.

FCA (Fiat-Chrysler) musste 8,9 Millionen Kunden auffordern ihr Auto reparieren zu lassen. Das sind zwei Millionen Betroffenen mehr als im Jahr 2000. Die Jahrtausendwende markierte bislang den Negativrekord des Konzerns.

Auch Toyota konnte es nicht vermeiden Rückrufaktionen durchzuführen. Insgesamt waren es 24. Sechs Millionen Fahrzeuge waren betroffen. Ford musste sogar 42 mal die Kunden auffordern ihre Wagen in die Werkstatt zu bringen. 4,9 Millionen Fahrzeuge hatten mit Mängeln zu kämpfen.

Honda hatte nur eine einzige Rückrufaktion. Betroffen davon waren allerdings 8,9 Millionen Autos. Schuld waren fehlerhafte Airbags.

Fehlerhafte Takata-Airbags sorgen für Rückrufwelle

Ohnehin sind defekte Airbags im vergangenen die Hauptursache gewesen, warum die Rückrufzahlen in die Höhe geschossen sind. Zehn Autobauer mussten insgesamt gut 21 Millionen ihrer Fahrzeuge in die Werkstätten rufen, wegen fehlerhafter Airbags von Takata.

Auf Platz 2 der Rückrufgründe landen Probleme mit der Elektrik. Bei 20,2 Millionen Autos mussten deswegen Teile ausgetauscht oder repariert werden. Mit weitem Abstand folgen Probleme mit dem Antriebsstrang. 3,9 Millionen Autofahrer mussten deswegen ihren Wagen in die Werkstatt bringen.

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Gabriel Pankow