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Das US-Finanzministerium hat seine letzten Anteile an General Motors verkauft. Damit ist eine der umstrittensten Rettungsaktionen der Finanzkrise beendet. - Bild: dpa

Die Regierung habe die restlichen 31,1 Millionen Aktien nun abgestoßen, teilte Finanzminister Jack Lew am Montag in Washington mit. “Dieses wichtige Kapitel in der Geschichte unserer Nation ist damit geschlossen”, sagte er. Die Beteiligung habe den Steuerzahler am Ende insgesamt gut zehn Milliarden Dollar (7,5 Milliarden Euro) gekostet. Die Kosten für einen Niedergang der Firma wären viel höher gewesen, meint das Finanzministerium.

Firma gerettet – zehn Milliarden Dollar Verlust

Washington hatte für die GM-Rettung in der Wirtschaftskrise 2009 rund 50 Milliarden US-Dollar hingelegt und im Gegenzug 61 Prozent der Anteile erhalten. Ende 2010 kehrte der zweitgrößte Autobauer der Welt dann zurück an die Börse, und der Staat reduzierte seine Beteiligung seitdem Stück für Stück. Auch Kanada hatte dabei geholfen, den Autobauer vor dem Untergang zu bewahren und hält ebenfalls noch GM-Aktien.

Lew betonte, es sei nicht Ziel der Aktion gewesen, einen Gewinn zu machen. Die Regierung habe dabei geholfen, “die Autobranche zu stabilisieren und eine weitere Große Depression zu verhindern”, sagte Lew am Montag. “Mit dem letzten Verkauf von GM-Aktien ist dieses wichtige Kapitel in der Geschichte unseres Landes geschlossen.”

GM-Nordamerika-Chef Mark Reuss erwartet, dass der Autobauer nach dem Ausstieg des Staates neue Kunden gewinnen kann, vor allem mit seinen Pickup-Trucks. “Das wird ein stolzer Tag, wenn es vorbei ist”, sagte er am Montag am Rande einer Veranstaltung in Michigan.

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dpa/Dow Jones Newswires/Guido Kruschke