Daimler ninmmt den smart-Vertrieb in den USA die eigene Hand. (Bild: smart)

Daimler ninmmt den smart-Vertrieb in den USA die eigene Hand. (Bild: smart)

Der Grund dürfte auch die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Partner Penske sein (s. AUTOMOBIL PRODUKTION 7/8 2010).

Daimler nimmt die Verantwortung für den sich schlecht verkaufenden Kleinstwagen smart in den USA selbst in die Hand. Es seien mit der derzeit zuständigen Penske Automotive Group Gespräche darüber eingeleitet worden, die Vertriebsrechte, das Management, den Verkauf und die Marketingaktivitäten für smart USA auf Mercedes-Benz USA überzuleiten, teilten die beiden Gesellschaft am späten Montag mit. Die Transaktion werde voraussichtlich bis zum Ende des zweiten Quartals 2011 durchgeführt.

Penske hatte im Januar 2008 den Vertrieb des smart ForTwo der Daimler AG übernommen. Aufgrund der steigenden Treibstoffpreise erfreute sich das Fahrzeug zunächst großer Beliebtheit, 2008 wurden 24.622 Stück verkauft. Mit dem Rückgang der Benzinpreise ging auch der Absatz zurück – 2010 fanden nur noch 5.927 smarts einen Käufer in den USA, nahezu 60 Prozent weniger als die 14.595 Einheiten im Jahr 2009.

Ausschlaggebend für die Aufgabe des smart-Vertriebs seien aber nicht die sinkenden Verkaufszahlen, sagte Tony Pordon, ein Sprecher der Penske Automotive Group. Vielmehr basiere der Schritt auf der Neuorganisation am Hauptsitz von smart in Deutschland, wo smart nunmehr als unabhängige Marke verwaltet werde, aber vollständig in den Geschäftsbereich Mercedes-Benz Cars der Daimler AG integriert sei.

Laut Penske, die über ihre 325 Fahrzeug-Einzelhandels-Franchise-Betriebe 40 unterschiedliche Marken abdeckt, sind in den vergangenen drei Jahre rund 45.000 Fahrzeuge ausgeliefert worden.

Mercedes hält an ihrem Sorgenkind smart fest, vor allem auch mit Blick auf die künftigen Benzinverbrauchs-Standards in den USA. “Die Einbindung von smart kombiniert mit unserer Autohaus-Händlerinitiative wird uns dabei helfen, auf die enormen Impulse aufzubauen, die die Marke Mercedes-Benz hier in den USA erreichen konnte”, wird der Präsident und CEO von Mercedes-Benz USA, Ernst Lieb, in einer Mitteilung zitiert.

Dow Jones Newswires