Ford will Komoaktmodelle wie Focus und C-Max ab 2018 nicht mehr in den USA produzieren. –

Ford will Komoaktmodelle wie Focus und C-Max ab 2018 nicht mehr in den USA produzieren. – Bild: Ford

Dieser Schritt von Ford könnte Druck auf die Gewerkschaft UAW ausüben, bei den anstehenden Vertragsverhandlungen eher moderate Töne anzuschlagen. Ford, General Motors und Fiat Chrysler wirtschaften zwar allesamt profitabel, können aber kaum mit der kostengünstigeren Konkurrenz aus Asien mithalten, die momentan zudem vom starken US-Dollar profitiert. Die Autohersteller gewannen schon bei früherer Gelegenheit Zugeständnisse der UAW, um die Arbeitskosten drastisch zu verringern. Diese Vereinbarungen waren das Fundament, auf dem später die erneute Produktion von Kleinwagen in den USA gründete.

Nun könnte der Focus – wie bereits der kleine Bruder Fiesta – in Mexiko gefertigt werden. Damit reift das mittelamerikanische Land zunehmend zum Produktionsdrehkreuz für globale Autobauer. Zusätzliche Produktionskapazitäten im Wert mehrerer zehn Milliarden Dollar werden in Mexiko gerade hochgezogen. Die Autobauer wollen von den niedrigen Arbeitskosten ebenso profitieren wie von globalen Handelsabkommen, die Exporte vereinfachen. Toyota verschiebt seine Fertigung des Corolla in den kommenden Jahren ebenfalls südlich des Rio Grande. Drei Jahrzehnte lang war Kanada der Produktionsstandort.

Auch Honda und Mazda setzen auf den Standort Mexiko. Die deutschen Autobauer sind hier auch schon längst unterwegs. So produzierte Audi in San José Chiapa bereits den ersten Vorserien-Q5.

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gp