GM Flagge Thumb

Gut eine Milliarde US-Dollar wird das US-Finanzministerium mit dem Verkauf von GM-Aktien erlösen. - Bild: dpa

Die Regierung hatte ausgenutzt, dass der Kurs durch die Rückkehr der Opel-Mutter in den wichtigen Aktienindex S&P 500 gestiegen war und 30 Millionen Papiere zu 34,41 Dollar losgeschlagen.

Wie das “Handelsblatt” (Freitag) berichtet, entwickelt sich die Staatshilfe für den Autobauer aus Detroit für den amerikanischen Staat wohl zu einem Verlustgeschäft. Doch die Regierung beharrt darauf, ihr sei es nicht um Geld, sondern um Arbeitsplätze gegangen. Dennoch nutzte sie nun einen günstigen Kurs aus.

Nach dem Verkauf halte der Staat noch 189,2 Millionen GM-Aktien, erklärte das Finanzministerium am Donnerstag in Washington. Das entspricht einem Anteil an dem zweitgrößten Autokonzern der Welt von knapp 14 Prozent. Die Regierung hatte erklärt, sich bis Anfang 2014 ganz zurückziehen zu wollen. Sie hatte GM in der Wirtschaftkrise 2009 gerettet und war dadurch zum Großaktionär aufgestiegen.

Verkauf der GM-Aktien “könnte der Aktie Schub geben”

Anlässlich des S&P-500-Wiederaufstiegs schrieb Autoanalyst Brian Johnson von Barclays Capital, ein Verkauf “könnte der Aktie Schub geben”. Er verwies auf die Investoren, deren Vertrauen in die Aktie bei einem beschleunigten Ausstieg des Finanzministeriums steigen könnte.

Die Steuerzahler haben insgesamt rund 50 Milliarden Dollar in General Motors investiert. Ein Teil des Regierungsbeteiligung hat das Finanzministerium schon 2010 wieder verkauft, als der Autokonzern an die Börse zurückkehrte. GM selbst hat dieses Jahr dann eine weitere Tranche selbst zurückgekauft. Im Januar hatten Ministeriumsvertreter gesagt, dass die Regierung ihre verbliebenen Anteile über die nächsten 12 bis 15 Monaten losschlagen wollte. Seinerzeit hielt die US-Regierung rund 300 Millionen GM-Aktien.

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Dow Jones Newswires/dpa/Guido Kruschke