VDA Chefin Hildegard Müller

Die Branche brauche offene Grenzen und ein "europaweit abgestimmtes Vorgehen auch zur Wiederaufnahme der Produktion", so die Vorsitzende des Verbans der Automobilindustrie, Hildegard Müller. Bild: VDA

| von Roswitha Maier

"Die Lieferketten in der Automobilindustrie sind komplex und grenzüberschreitend", sagte Müller gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Es muss gewährleistet sein, dass Produktion und Logistik abgestimmt wieder anlaufen können." Die Branche brauche offene Grenzen und ein "europaweit abgestimmtes Vorgehen auch zur Wiederaufnahme der Produktion".

Auch im Inland sollten sich Bund und Länder auf ein einheitliches Vorgehen einigen. "Das betrifft auch die Öffnung von Händlerbetrieben, den Verkauf von Neuwagen ebenso wie die Öffnung von Zulassungsbehörden", sagte Müller.

An diesem Mittwoch beraten die Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen bei den durch Sars-CoV-2 bedingten Beschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Die Einschränkungen gelten bislang bis zum 19. April.

"Die Gesundheit der Menschen steht bei allen Plänen für einen Hochlauf im Mittelpunkt", sagte Müller. "Deshalb brauchen Politik und Wirtschaft ein gemeinsames Verständnis dafür, unter welchen Voraussetzungen wir die Produktion wieder anlaufen lassen können." Auch eine möglichst frühzeitige Planungssicherheit sei wichtig. Müller lobte die Bundesregierung für das Vorgehen in der Corona-Krise. Sie habe "umfassend und schnell gehandelt. Die eingesetzten Instrumente sind grundsätzlich wirksam".

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