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Derzeit fallen auf Autoimporte laut VDA in Brasilien und Argentinien Außenzölle von 35 Prozent an. „Daher waren die Exporte aus Europa nach Mercosur mit 78.000 Einheiten in 2018 bisher sehr gering“, erklärte Mattes. Das Abkommen mit Mercosur werde für beide Seiten Exportchancen eröffnen. Bild: VDA

Die deutsche Autobranche wittert nach dem Freihandelsabkommen mit dem südamerikanischen Mercosur-Staaten große Chancen für den Absatz von Autos und Kleintransportern. Dafür müssten aber Zölle und andere Handelshemmnisse nachhaltig abgebaut werden, erklärte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Samstag (29. Juni 2019). „Für Mercosur ist das Abkommen der EU das erste mit einem bedeutendem Automobilproduzenten, daher bietet es für die EU und Deutschland gute Chancen“, sagte Verbandspräsident Bernhard Mattes.

Derzeit fallen auf Autoimporte laut VDA in Brasilien und Argentinien Außenzölle von 35 % an. „Daher waren die Exporte aus Europa nach Mercosur mit 78.000 Einheiten in 2018 bisher sehr gering“, erklärte Mattes. Das Abkommen mit Mercosur werde für beide Seiten Exportchancen eröffnen. Vor allem der brasilianische Automarkt wächst derzeit. In Brasilien und Argentinien haben deutsche Autohersteller und Zulieferer laut VDA auch mehr als 140 Produktionsstandorte.

Über das Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay sollen Zölle und andere Handelshemmnisse abgebaut werden, um den Warenaustausch zu stärken und Unternehmen Kosteneinsparungen in Milliardenhöhe zu bringen.