Das Opel-Abfindungsprogramm wird von Betriebsrat und IG Metall als zu umfangreich eingeschätzt, weil mehr Leute nach Hause geschickt würden als zur Sanierung notwendig.

Das Opel-Abfindungsprogramm wird von Betriebsrat und IG Metall als zu umfangreich eingeschätzt, weil mehr Leute nach Hause geschickt würden als zur Sanierung notwendig. Bild: Opel

Die Parteien sind in Rüsselsheim zur 16. Runde der sogenannten Einigungsstelle zusammengekommen. Die IG Metall erwartet vom Management belastbare Planungen zu Produktion und Personaleinsatz an den deutschen Opel-Standorten. Die Gewerkschaft hat für den Fall des Scheiterns mit einer Eskalation des Konflikts gedroht.

Unter der Regie des neuen Mutterkonzerns PSA aus Frankreich will Opel die Produktion verschlanken und neue Fahrzeuge nur noch auf PSA-Plattformen entwickeln. Die IG Metall befürchtet ein Ausbluten der Fabriken in Eisenach und Kaiserslautern sowie eine mangelnde Auslastung des Entwicklungszentrums am Stammsitz Rüsselsheim. PSA und Opel haben Investitionen in die deutschen Standorte mit rund 19 000 Arbeitsplätzen von ihrer Wettbewerbsfähigkeit abhängig gemacht.

Zum Auftakt der Gespräche am Montag hatten sich Betriebsrat und Unternehmen erneut über das Millionen-Abfindungsprogramm gestritten, mit dem auch jüngere Mitarbeiter verabschiedet werden sollen. Der Betriebsrat sieht sich von der Arbeitsagentur bestätigt, dass Opel dabei eine Frist nicht eingehalten habe und hunderte Beschäftigte zu früh gehen ließ. Das Unternehmen meinte hingegen, dass das Abfindungsprogramm in keiner Weise beeinflusst werde.