London

Unter bestimmten Umständen könnte es in Großbritannien schon 2032 zu einem Verkaufsverbot für konventionelle Fahrzeuge kommen.

| von Jonas Rosenberger

Das geplante Verkaufsverbot für Fahrzeuge, die lokal Emissionen verursachen, könnte einem Bericht der Nachrichtenagentur National Newswire zufolge früher stattfinden als bisher vorgesehen. In einem Gespräch mit dem Radiosender BBC Radio 5 habe Verkehrsminister Grant Shapps gesagt, dass der Premierminister vergangene Woche das Jahr 2035 als spätesten Termin genannt habe, möglicherweise könnte das Verbot aber sogar schon 2032 kommen.

„Wir möchten den einheimischen Autoherstellern helfen, den Übergang zu meistern und arbeiten bereits eng mit ihnen zusammen“, sagte er. Inzwischen gebe es mehr öffentliche Ladestationen im Land als Tankstellen. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums erklärte, dass man „eine ganze Reihe verschiedener Zieldaten für das Verkaufsende für Benzin- und Dieselfahrzeuge“ prüfe. Im Raum stehe der Vorschlag für das Jahr 2035. Ein früherer Zeitpunkt könnte jedoch möglich sein, falls eine schnellere Transformation machbar erscheint.

Anfang vergangener Woche hatte Premierminister Boris Johnson ein Verkaufsverbot für bestimmte Fahrzeugtypen angekündigt, um die Kohlendioxidemissionen zu senken. In früheren Stellungnahmen hatte Johnson noch vom Jahr 2040 gesprochen. In der Industrie sorgen die Kommentare unterdessen für Besorgnis im Hinblick darauf, wie ein solcher Prozess gelingen könnte und was er für die Entwicklung neuer Technologien als Übergangslösungen bedeute.