BMW_Abgasaffäre

BMW muss für den Einsatz einer unerlaubten Abschalteinrichtung im Abgassystem mehrerer tausend Fahrzeuge ein millionenschweres Bußgeld zahlen - auch wenn es sich in den Fällen nicht um Betrug gehandelt hat. Bild: BMW

| von Frank Volk

BMW muss das millionenschwere Bußgeld wegen des Einsatzes einer unzulässigen Abschaltautomatik für die Abgasreinigung bei Dieselmodellen berappen, die nach derzeitigem Erkenntnisstand bei 7.600 Diesel-Fahrzeugen der 7er Reihe installiert wurden. Wie die Süddeutsche Zeitung in Erfahrung gebracht haben will, erhebe die Staatsanwaltschaft München I keinen Betrugsvorwurf, sondern gehe von einem Versehen aus und folgt damit den Einlassungen seitens des Autobauers. BMW habe aber intern Aufsichtspflichten verletzt, was geahndet werden soll. Ob BMW die Geldbuße akzeptiert ist noch offen.

Gegen BMW wird seit etwas mehr als einem halben Jahr wegen des Verdachts ermittelt, wie auch andere Autohersteller die Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen manipuliert und Autokäufer betrogen. BMW hatte die Ermittlungen selbst ins Rollen gebracht, indem man  im Februar das Kraftfahrtbundesamt über die "versehentlich" installierte Software informierte. Daraufhin leitete die  Staatsanwaltschaft München I Ermittlungen ein und durchsuchte im März mit mehr als 100 Beamten BMW. Anschließend wurden die sichergestellten Dokumente ausgewertet und diverse BMW-Beschäftigte als Zeugen vernommen. Namentlich Beschuldigte gibt es bei dem Münchner Premiumhersteller nicht.